Basel-Stadt will Sperrminorität an MCH Group behalten

03. Juni 2020 13:46

Basel - Die MCH Group plant eine Kapitalerhöhung, die mit einem neuen Investor und einer Veränderung der Aktionärsrechte verbunden ist. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt will dabei auf die Ausübung des kantonalen Bezugsrechts verzichten. Der Kanton solle aber seine Sperrminorität halten.

Die Kapitalerhöhung solle „durch Beizug eines neuen Investors und der Beteiligung durch die bisherigen Aktionäre erfolgen, die ein anteilmässiges Bezugsrecht erhalten werden “, informiert die MCH Group in einer Mitteilung. Im Fall des Kantons Basel-Stadt habe der Regierungsrat dem Grossen Rat vorgeschlagen, auf die Ausübung des eigenen Bezugsrechts zu verzichten, heisst es dort weiter. So solle sichergestellt werden, dass ein allfälliger neuer Investor einen signifikanten Minderheitsanteil an der Basler Messebetreiberin erwerben könne.

Gleichzeitig schlage der Regierungsrat vor, den Plänen der MCH nur dann zuzustimmen, „wenn der neue Investor eine formelle Vereinbarung mit der MCH Group AG unterzeichnet, die regeln soll, dass die rentablen Messen und Kongresse über eine angemessene, längere Zeitperiode weiterhin in Basel und Zürich durchgeführt werden“, schreibt MCH. Eine Sperrminorität von mindestens einem Drittel aller Anteile solle zudem sicherstellen, das der Kanton über Änderungen in den Statuten bestimmen kann. Dafür erwäge der Regierungsrat eine Umwandlung eines Darlehens an die MCH Group in Aktienkapital.

Die MCH Group stehe derzeit noch in Verhandlungen mit potenziellen neuen Investoren, informiert das Unternehmen in der Mitteilung weiter. Im Erfolgsfall soll der Verwaltungsrat der Gruppe auf jeweils drei Sitze für den neuen Investor und die öffentliche Hand sowie ein bis drei Sitze für weitere Mitglieder verkleinert werden. hs

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