Basel Area geht einzigartigen Weg

01. Juli 2021 12:09

Basel - Basel Area ist sowohl für die Standort- als auch die Innovationsförderung zuständig. Dieser schweizweit einzigartige Ansatz ist sehr erfolgreich, wie Domenico Scala in einem Mediengespräch sagt. Der Präsident von Basel Area spricht auch über Zukunftstechnologien wie digitale Gesundheit und mRNA.

Die Basel Area ist der wichtigste Life Sciences-Standort in Europa, wie es in einem Interview der „Handelszeitung“ mit Domenico Scala heisst. Daran trägt Basel Area Business & Innovation, die Agentur für Standortpromotion und Innovationsförderung, grossen Anteil. Sie verfolgt bei ihrer Arbeit einen schweizweit einzigartigen Ansatz, die Verbindung von Standort- und Innovationsförderung. Das Modell funktioniert laut Scala „sehr gut. So können wir Firmen während der Ansiedlung aktiv ins Ökosystem einbetten.“

Scala zeigt dabei auch auf, dass sich die Region bei der Forschung noch nicht einmal vor dem Life Sciences-Cluster rund um Boston verstecken muss. Dazu würden einerseits die Universität Basel und das Universitätsspital beitragen. „Das Basler Biozentrum zählt zu den weltweit führenden Zentren für biomedizinische Grundlagenforschung. Wir haben einen Ableger der ETH Zürich, das Departement Biosysteme, und wir haben mehrere Fachhochschulen.“ Scala nennt weiter das Friedrich Miescher Institute und die Forschungseinrichtungen von Novartis und Roche. „In unserer Region sind gegen 1000 Forschungsgruppen tätig. Die kritische Masse ist also sehr wohl vorhanden.“

Damit der Standort auch in Zukunft stark bleibt, ist ein Engagement in richtungsweisenden Bereichen notwendig. Laut Scala ist einer davon die Digitalisierung des Gesundheitswesens. „Da sind andere weiter, nicht nur die USA, sondern auch europäische Länder wie Finnland und Dänemark. Da muss wirklich etwas passieren.“ Die Basel Area geht hierbei bereits mit einer eigenen Initiative voran. Auch die mRNA sei „sicher eine wichtige Zukunftstechnologie“. Diese wird vom Bund mit 50 Millionen Franken gefördert. Scala hält es allerdings für problematisch, wenn Einzelprojekte finanziert werden. Stattdessen würde er sich eine Beteiligung der Pensionskassen bei der Finanzierung von Start-ups wünschen. „Bis jetzt werden nur wenige Promille der Pensionskassengelder in Risikokapital investiert. Das muss sich ändern. Das Geld ist vorhanden, wir müssen nur dafür sorgen, dass es richtig investiert wird.“ jh

Mehr zu Life Sciences

Aktuelles im Firmenwiki