Bankiervereinigung setzt Mindestvorgaben bei Nachhaltigkeit

28. Juni 2022 14:51

Basel - Die Schweizerische Bankiervereinigung führt Selbstregulierungen bei der Berücksichtigung von Kriterien für Nachhaltigkeit in der Anlage- und Hypothekarberatung ein. Sie sind für Mitglieder verbindlich. Die Mindestvorgaben sollen den Finanzplatz Schweiz stärken.

Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) führt zwei Selbstregulierungen für die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien bei der Anlage- und bei der Hypothekarberatung ein, informiert die SBVg in einer Mitteilung. Die neuen Richtlinien machen zum einen Vorgaben für den Einbezug von Nachhaltigkeitspräferenzen und damit verbundene Risiken in der Anlageberatung und der Vermögensverwaltung. Zum anderen werden Anbieter von Hypotheken verpflichtet, bei der Beratung zur Immobilienfinanzierung auch die Energieeffizienz des zu finanzierenden Objekts zu thematisieren. 

Die neuen Mindestvorgaben sind für Mitglieder der Bankiervereinigung verbindlich, Nicht-Mitglieder können sie freiwillig übernehmen. „Nachhaltigkeit wird künftig integraler Bestandteil in den Beratungsgesprächen mit Kundinnen und Kunden“, wird SBVg-CEO Jörg Gasser in der Mitteilung zitiert. „Damit leisten wir als Branche einen sehr konkreten Beitrag zur Erreichung der Pariser Klimaziele und stehen im Einklang mit der Finanzmarktpolitik des Bundesrats und dem gemeinsamen Ziel, die Schweiz als führenden Standort für Sustainable Finance zu positionieren.“ 

Die neuen Selbstregulierungen treten zum 1. Januar kommenden Jahres in Kraft. Für die nötigen Vorbereitungen räumt die SBVg den Banken Übergangsfristen ein. Zudem bietet die Bankiervereinigung Unterstützung in Form von Informationsmaterialien und Fachseminaren an. hs

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