Banken wollen Zugang zum EU-Binnenmarkt

12. Juni 2019 14:16

Basel - Marktzugangsrestriktionen bremsen auslandsorientierte Schweizer Banken. Die Schweizerische Bankiervereinigung fordert daher neue Marktzugangslösungen. In einem Positionspapier stellt sie mehrere Ansätze vor. Für alle ist ein institutionelles Rahmenabkommen nötig.

Die Schweizerische Bankiervereinigung hat ein Positionspapier mit verschiedenen Ansätzen für Marktzugangslösungen veröffentlicht. Es gehe für die Bankbranche, anders als für andere Wirtschaftszweige, im Grunde genommen nicht nur um eine Weiterentwicklung des bilateralen Wegs der Schweiz. Im Bereich der grenzüberschreitenden Bank-, Wertpapier- und Anlagedienstleistungen brauche es neue Wege.

Die Schweizerische Bankiervereinigung weist darauf, hin, dass auch das grenzüberschreitende Vermögensverwaltungsgeschäft mit Privatkunden aus der EU eine wichtige Exportbranche der Schweiz ist. Kunden aus dem EU-Raum lassen den Angaben zufolge 1000 Milliarden Franken von Banken in der Schweiz verwalten. Marktzugangsrestriktionen würden auslandsorientierte Schweizer Banken aber zunehmend daran hindern, „legitime Kundenbedürfnisse zur erfüllen und Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Steuererträge in der Schweiz zu erhalten”, heisst es.

Insgesamt fordert der Verband Marktzugangslösungen, welche Bank-, Vermögensverwaltungs- und Anlageberatungsdienstleistungen abdecken. Unter anderem brauche es eine Verbesserung des gegenwärtigen Äquivalenzregimes. Ausserdem sollen „praktikable Marktzugangslösungen” angestrebt werden, welche „zumindest interessierten Institutionen den Marktzugang öffnen, ohne dass die Schweiz für den gesamten Bankensektor EU-Regulierungen implementieren muss“. Die Ansätze dürften laut dem Verband alle ein institutionelles Rahmenabkommen voraussetzen. ssp

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