Banken profitieren von Open Banking

22. April 2020 12:00

Schlieren ZH - Im Rahmen von Open Banking ist ein Datenaustausch zwischen verschiedenen Akteuren möglich. Dies führt für Schweizer Banken zu vielen Vorteilen, wie sich in einer von Zühlke durchgeführten Online-Diskussion zeigt.

Der Schlieremer Innovationsdienstleister Zühlke hat Roger Wisler, Head of Swiss Branch & Business Manager bei ndgit, zu einer Online-Diskussion mit Mike Seiler, Senior Business Development Manager bei Zühlke, eingeladen. Beide haben sich über das Thema Open Banking unterhalten. Durch diese Öffnung, also den Datenaustausch über gemeinsam genutzte Schnittstellen, bieten sich den Banken zahlreiche Möglichkeiten, auch über die Zusammenarbeit mit Fintechs hinaus. Sie hätten die Gelegenheit, „anderen Finanzdienstleistern ihre Produkte und Services zu offerieren und als komplementäres Offering deren Kunden anzubieten“, sagt Seiler. Er sieht auch Gelegenheiten über die Branche hinaus, so etwa im Bereich Handelsfinanzierungen. „Open Banking ermöglicht also den Aufbau von Ökosystemen.“

Während Seiler anführt, dass die Schweizer Banken „keine Wahl“ hätten, als sich auf Open Banking einzustellen, sieht Wisler in diesem Bereich noch Defizite. Das Thema sei noch nicht „in allen Finanzinstituten angekommen“. Laut Seiler müssten die Banken erst noch ihre internen Prozesse „unter die Lupe nehmen“. Er sieht aber auch, dass die aktuelle COVID-19-Situation „die mangelnde Digitalisierungsreife viele Finanzdienstleister“ aufdecke. Laut Wisler besteht auch noch kein allzu grosser Druck auf die Banken, die schliesslich auf bewährte Strukturen setzen können. „Mir ist aber wichtig, zu betonen, Open Banking bietet auch eine grosse Chance für den Schweizer Finanzplatz mit seinen vielen Banken, FinTechs und Start-ups.“ jh

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