Azad verkauft potenziellen Corona-Wirkstoff

24. April 2020 14:07

Schaffhausen - Schaffhausen gilt als eine der weltweit wichtigsten Drehscheiben für den Wirkstoff Hydroxychloroquin. Verkauft wird er in erster Linie vom dort ansässigen Pharmaunternehmen Azad. Der Wirkstoff könnte nun im Kampf gegen das Coronavirus helfen.

Der Wirkstoff Hydroxychloroquin wird in der Schweiz vor allem gegen die Hautkrankheit Lupus und zur Behandlung von rheumatologischen Krankheiten eingesetzt. Vertrieben wird er in erster Linie in Form von Sulfat durch das Schaffhauser Pharmaunternehmen Azad. Laut einem Artikel der „Schaffhauser Zeitung“ gilt Schaffhausen als einer der weltweit wichtigsten Drehscheiben dieses Wirkstoffs.

Seit der amerikanische Präsident Donald Trump den Wirkstoff Chloroquin als ein Wundermittel gegen das Coronavirus bezeichnet hat, ist auch die Nachfrage nach Hydroxychloroquin drastisch angestiegen, wie Azad-Chef Mike Baronian gegenüber der Zeitung sagt. Denn Chloroquin und Hydroxychloroquin haben eine sehr ähnliche Wirkung.

Die Wirkung des Medikaments auf das Coronavirus ist umstritten. Während ihm manche Ärzte viel Potenzial zusprechen, behaupten einige Studien das Gegenteil. Baronian ist sich bewusst, dass die Wirkung des Mittels noch nicht gänzlich erforscht ist. „Aber man muss diese Chance nutzen und wir sorgen dafür, dass der Zugang zu diesem Wirkstoff sichergestellt ist“, sagt er. So hat Azad beispielsweise 50 Kilogramm des Wirkstoffs der Universität Basel zur Verfügung gestellt. Diese teilte mit, dass ihr Pharmazeutenteam derzeit ein Generikum in Tablettenform herstellt, um die Versorgung mit dem Medikament in der Schweiz sicherzustellen. ssp

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