Axpo feiert neues Pumpspeicherwerk

Bild: Axpo

Es ist ein Bauwerk der Superlative: Mit 1054 ist die neue Staumauer des Muttsees die längste der Schweiz, mit einer Lage von 2500 Metern über dem Meeresspiegel die höchste in Europa. Einer Medienmitteilung von Axpo zufolge gehört sie darüber hinaus zu den seltenen Bauprojekten, das ohne eine einzige Einsprache zustande gekommen ist. „Für uns der Beweis, dass es möglich ist, mit Anwohnern und Umweltorganisationen gute Lösungen zu entwickeln, wenn man sich auf einen echten Dialog einlässt“, wird Axpo-CEO Andrew Walo dazu dort zitiert.

Die neue Staumauer ist Teil des Pumpspeicherwerk (PSW) Limmern, in das Axpo zusammen mit dem Kanton Glarus 2,1 Milliarden Franken investiert. Allerdings sind die Strompreise seit Baubewilligung in 2009 drastisch gesunken. Bei Axpo geht man deswegen davon aus, dass das PSW Limmern in den ersten Jahren nicht kostendeckend arbeiten wird. Langfristig soll die auf acht Jahrzehnte ausgelegte Anlage jedoch profitabel sein. Dazu trägt auch die Flexibilität des in Minuten von Turbinieren auf Pumpen umstellbaren Kraftwerks bei. Damit kann das PSW Limmern CO2-freie Netz- und Leistungsreserven anbieten. Die werden bei durch den steigenden Anteil von Wind- und Sonnenenergie verstärkten Instabilitäten im Netz zunehmend nachgefragt.

Zwei Maschinengruppen des Kraftwerks sind bereits erfolgreich mit dem Netz synchronisiert und sollen ab Ende dieses Jahres Strom liefern. Mit der Inbetriebnahme der beiden übrigen Maschinengruppen rechnet Axpo Mitte 2017. hs