Avenir Suisse wirbt für Einwanderung

24. August 2018 12:35

Zürich - Die Schweiz sollte auf Dauer ein Einwanderungsland bleiben, fordert Avenir Suisse. Nur so könne die wachsende Lücke zwischen Angebot und Nachfrage bei den Fachkräften gedeckt werden. So sollten die Kontingente für Arbeitskräfte von ausserhalb der EU erhöht werden.

Die Schweiz ist längst ein Einwanderungsland. Dabei sollte es auch bleiben, schreibt Fabian Schnell von Avenir Suisse in einem Blogbeitrag. Denn die Bedeutung der Zuwanderung werde angesichts der Alterung der Bevölkerung noch zunehmen. Die liberale Denkfabrik verweist darauf, dass auf 100 erwerbsfähige Personen im Alter zwischen 50 und 59 Jahren nur 68,9 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren kommen. „Mit der vielbeschworenen Aktivierung des inländischen Arbeitspotenzials wird sich die Lücke jedenfalls nicht schliessen lassen“, so der Autor. Die Zuwanderung aus der EU allein werde diese Lücke ebenfalls nicht schliessen können, litten die EU-Staaten doch ebenfalls an der Alterung ihrer Bevölkerung.

Die Schweiz sollte daher die Einwanderung in den Arbeitsmarkt von ausserhalb der EU erleichtern. Kurzfristig könnten die knappen Kontingente erhöht oder „immerhin der Bedarfsnachweis für Drittstaatenangehörige“ vereinfacht werden, so Schnell. „Und Hochschulabsolventen aus Nicht-EU-Ländern sollten wenigstens für einen begrenzten Zeitraum die Möglichkeit erhalten, hierzulande eine Beschäftigung zu finden und damit unabhängig von der Kontingentierung eine Niederlassungsbewilligung zu erhalten.“

Flüchtlinge könnten dagegen wohl eher nicht den Bedarf der Wirtschaft decken. Denn sie machen nur einen kleinen Teil der Zuwanderung aus und seien auch nicht angemessen qualifiziert. Diejenigen Flüchtlinge aber, die hier bleiben, sollten auch für den Arbeitsmarkt qualifiziert werden. Das Schweizer Berufsbildungssystem sei dafür gut geeignet. stk

 

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