Avenir Suisse stellt nachhaltige Antriebskonzepte vor

16. Juli 2020 12:08

Zürich - Die Fixierung auf Elektrofahrzeuge ist für Avenir Suisse der falsche Weg, die Treibhausgasemissionen bis 2050 auf netto null zu reduzieren. Stattdessen fordert die Denkfabrik Offenheit gegenüber anderen nachhaltigen Technologien ein. Sie werden in einer neuen Publikation vorgestellt.

Mit einer „technologischen Fixierung“ auf den Elektromotor werde das vom Bundesrat beschlossene Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2050 auf netto null zu reduzieren, nicht erreicht werden können, schreibt Avenir Suisse in einer Mitteilung zur Publikation „Nachhaltige Antriebskonzepte“. Für ihre Erstellung hat die Denkfabrik mit der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) zusammengespannt. Die Autoren der Publikation leuchten das Thema technologisch, volkswirtschaftlich und politisch aus.

Dabei stellten Experten der Empa „den Konsens über den Weg zur Dekarbonisierung der Mobilität in Frage“, heisst es in der Mitteilung weiter. Sie zeigten in verschiedenen Beiträgen auf, „weshalb nicht nur die Autos, sondern das Energiesystem als Ganzes nachhaltig werden muss – dabei spielen alternative Treibstoffe für Verbrennungsmotoren eine wichtige Rolle“. 

Das Marktumfeld für den motorisierten Strassenverkehr wird vom Morten Hannesbo, CEO des Autoimporteurs Amag, beleuchtet. Die volkswirtschaftliche Einordnung haben Avenir-Suisse-Forschungsleiter Patrick Dümmler und Jürg Müller übernommen. Die politischen Schlussfolgerungen werden vom Direktor der Denkfabrik, Peter Grünenfelder, gezogen: Sein Beitrag zeige auf, „wie die Politik durch detaillierte Regulierungen, Verbote und Subventionen Trends von gestern zementiert, statt auf zielführende Marktanreize und Technologieneutralität zu setzen“, schreibt Avenir Suisse. hs

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