Avenir Suisse sieht keine Sicherheitsdefizite durch Schengen

13. Februar 2019 11:11

Zürich - Das Schengen-Dublin-Abkommen hat laut Avenir Suisse eine positive Auswirkung auf den Tourismus und auf Unternehmen. Die Sicherheitsbedenken haben sich nach Ansicht der liberalen Denkfabrik nicht bewahrheitet. Der Bund will die Sicherheit im Rahmen des Abkommens nun noch weiter erhöhen.

Vor rund zehn Jahren, im Dezember 2008, ist das Schengen-Dublin-Abkommen operationell in Kraft getreten. Von der hürdenlosen Mobilität profitieren laut einem Artikel von Avenir Suisse nicht nur die oft in Grenzgebieten tätigen multinationalen Schweizer Unternehmen, sondern auch Schweizer Bergkantone mit erhöhtem Tourismusaufkommen. So kommen insgesamt mehr Touristen aus Drittstaaten wie Indien, China Thailand und Russland. Im Jahr 2017 wurden laut Staatssekretariat für Migration (SEM) 479.465 Schengen-Visa und 67.404 nationale Visa ausgestellt. „Die grosse Nachfrage nach Schengen-Visa ist insofern dadurch begründet, dass Touristen neben der Schweiz noch andere europäische Länder bereisen wollen“, so die Avenir Suisse.

Die Sicherheitsbedenken bezüglich des Schengen-Dublin-Abkommens haben sich laut Avenir Suisse nicht bewahrheitet. Dank des Schengener Informationssystem (SIS) sei es in den vergangenen zehn Jahren zu 4000 Festnahmen gekommen. Insgesamt habe sich die Anzahl der Fahndungstreffer im Vergleich zur Ära vor Schengen verdoppelt. Laut Avenir Suisse zeigen Zahlen des Fedpol, dass dank SIS-Zugang im Jahr 2017 alle 30 Minuten ein Fahndungstreffer mit Bezug zur Schweiz erzielt wurde. „Schengen trägt dazu bei, dass unsere Polizei ihre Arbeit, mit Informationen reichlich versorgt, angemessen verrichten kann und stärkt damit einen Eckpfeiler staatlicher Souveränität“, hält Avenir Suisse fest. Die „korrekte Umsetzung von Schengen“ sei zentral.

Zeitgleich mit dem Avenir Suisse-Artikel hat auch der Bund eine Medienmitteilung bezüglich Schengen veröffentlicht. Demnach soll die Zusammenarbeit der Schweiz mit den Staaten des Schengen-Raums im Bereich der Sicherheit und der Migration weiter verstärkt werden. Dabei wird unter anderem das SIS weiterentwickelt. ssp

Mehr zu Internationale Beziehungen

Aktuelles im Firmenwiki