Avenir Suisse regt gezielte Weiterbildung an

29. April 2021 13:46

Zürich - Weiterbildung ist ein wichtiges Instrument, um auf Veränderungen am Arbeitsmarkt zu reagieren. Einer Studie von Avenir Suisse zufolge nutzen besonders höherqualifizierte Menschen das bestehende Angebot. Geringer Qualifizierte sollten gezielt gefördert werden, meint die Denkfabrik.

Mit dem technologischen Fortschritt habe die Nachfrage nach hochqualifizierten Fachkräften stark zugelegt, erläutert Avenir Suisse in einer Mitteilung zu ihrer Studie „Weiterbilden aber gezielt“. In ihr will die Denkfabrik „Antworten auf den Strukturwandel am Arbeitsmarkt“ geben. Dafür hat Avenir Suisse Angebot und Nachfrage nach Weiterbildungsmöglichkeiten unter die Lupe genommen.

Allgemein sei das Interesse Schweizer Arbeitnehmender an Weiterbildung „auch im internationalen Vergleich“ sehr hoch, führt Avenir Suisse in der Mitteilung aus. Die Denkfabrik macht aber eine Schere zwischen den Angehörigen verschiedener Bildungsstände aus. Höher Qualifizierte nutzten das bestehende Angebot aktiver als Personen ohne nachobligatorischen Abschluss, schreibt Avenir Suisse. Eine „Weiterbildung per se“ würde daher bestehende Bildungsunterschiede nicht einebnen, sondern eher verschärfen, argumentiert die Denkfabrik.

Nach Ansicht von Avenir Suisse sollte staatliche Bildungsunterstützung daher gezielt bei Personen ansetzen, „die selten oder gar nicht am lebenslangen Lernen teilnehmen und dadurch auf längere Frist vermutlich an Arbeitsmarktfähigkeit einbüssen“. Als Instrumente schlägt die Denkfabrik „Weiterbildungsgutscheine oder -konten, sowie Darlehen für längere Umschulungen“ vor. Ältere Arbeitnehmende bräuchten keine zusätzlichen Förderinstrumente, meint Avenir Suisse. Allerdings müsse darauf geachtet werden, dass ihnen der Zugang zu staatlicher Förderung „nicht durch tiefe Altersgrenzen“ verwehrt werde. hs

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