Avenir Suisse fordert digitale Mini-GmbH

08. September 2021 12:54

Zürich - Firmengründungen seien in der Schweiz übermässig schwerfällig und kostspielig, meint Avenir Suisse. Als Gegenmittel schlägt die Denkfabrik die Einführung einer digitalen Mini-GmbH vor. Sie könnte gleichzeitig die Digitalisierung des Handelsregisterwesens beschleunigen.

Weil die „Behördenschnittstellen im analogen Zeitalter verharren“, sei eine Firmengründung in der Schweiz „übermässig schwerfällig und kostspielig“, schreiben Jürg Müller und Basil Ammann  in einer Mitteilung zur ihrer Publikation „Eine ,digitale Mini-GmbH‘ für die Schweiz“. Als Lösung schlagen die beiden Wissenschaftler von Avenir Suisse die Einrichtung einer Mini-GmbH vor. Sie würde „nicht nur das Leben von Startups erleichtern, sondern auch die überfällige Modernisierung des Handelsregisters vorantreiben“.

Um „umständliche Behördengänge“ abzuschaffen, reiche es nicht, die bestehenden Prozesse zu digitalisieren, argumentieren die Autoren. Sie müssten vielmehr grundlegend überarbeitet werden. Zudem bremsten „die umständlichen Vorschriften die Digitalisierung der Behörden aus“. Die von Avenir Suisse vorgeschlagene digitale Mini-GmbH soll „die Digitalisierung der Schnittstellen zwischen Behörden und Wirtschaft“ beschleunigen.

„Weitgehend angelehnt an die traditionelle GmbH“ müsse die neue Rechtsform drei Merkmale aufweisen, heisst es in der Mitteilung. Konkret zählen die Autoren dort den Verzicht auf Vorschriften zum Gründungskapital, auf öffentliche Beurkundungen und auf Papier auf. Identitätsprüfung, Handelsregisteranmeldung und alle weiteren Interaktionen mit Behörden sollen ausschliesslich digital erfolgen. hs

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