Avenir Suisse erteilt staatlicher Industriepolitik Absage

08. Oktober 2021 12:27

Zürich - Die Schweiz brauche keine dirigistische Industriepolitik, um dem Strukturwandel zu begegnen, so Avenir Suisse in seiner jüngsten Publikation „Den Erfolg der Schweizer Industrie weiterführen“. Erfolge und Stabilität habe die Wirtschaft in den vergangenen 25 Jahren ohne ineffiziente staatliche Eingriffe erreicht.

In ihrer neuen Schrift „Den Erfolg der Schweizer Industrie weiterführen“ erteilt die liberale Denkfabrik Avenir Suisse einer staatlichen Industriepolitik „eine klare Absage“. Zwar sei auch die Schweizer Wirtschaft einem Strukturwandel unterworfen. Doch biete sich beim Blick auf die vergangenen 25 Jahre insgesamt ein „stabiles und positives Bild“, heisst es in einer Medienmitteilung.

Der Kanton Basel-Stadt zeige exemplarisch, dass der Strukturwandel „mitunter eine sehr positive Dynamik“ aufweist. So seien in etwas mehr als einem Jahrzehnt zwar 2500 Arbeitsplätze in der chemischen Industrie verschwunden. Dafür seien 5000 neue in der Pharmaindustrie entstanden.

Die befürchtete Auslagerung der „Werkbank Schweiz“ ins Ausland habe nicht stattgefunden. Die Pharma-, Uhren-, und Lebensmittelindustrien hätten „stellen- und wertmässig“ in der ganzen Schweiz zugelegt. Zudem wachse der tertiäre Sektor, also der Dienstleistungsbereich, auch dank der Digitalisierung.

Angesichts dieser Erfolge, die ohne dirigistische Industriepolitik erzielt worden seien, wäre es nach Ansicht von Avenir Suisse verfehlt, „den Fortschritt der internationalisierten Wirtschaft mit teuren und ineffizienten staatlichen Eingriffen aufhalten zu wollen“. Stattdessen sei ein Fokus auf Produktivität, offene und stabile Handelsbeziehungen mit der EU und anderen Handelspartnern sowie der Zugang zu gut qualifizierten aussereuropäischen Arbeitskräften „der beste Garant für den Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen“. mm

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