AVA gewinnt Phosphor und Biokohle aus Klärschlamm

06. Juli 2016 11:50

Zug - AVA-CO2 hat ein Verfahren entwickelt, bei dem Klärschlamm der wertvolle Phosphor entzogen und der Rest in wirtschaftlich interessante Biokohle umgewandelt wird. Die AVA cleanphos-Technologie wird in einer Pilotanlage in Karlsruhe getestet.

AVA-CO2 ist ein Durchbruch bei der sauberen Verwertung von Klärschlamm gelungen. Mit AVA cleanphos entwickelte das Unternehmen für Biotechnologie ein Verfahren zur kostengünstigen und effizienten Rückgewinnung des im Klärschlamm enthaltenen Phosphors. Gleichzeitig wird der Klärschlamm in CO2-neutrale Biokohle umgewandelt, die als Ersatz für Braun- oder Steinkohle eingesetzt werden kann. Das von AVA-CO2 angewandte HTC-Verfahren produziert somit gleich zwei wirtschaftliche interessante Produkte: Phosphor und Klärschlammkohle. Beim HTC-Verfahren handelt es sich um ein sogenanntes nasses Prozessverfahren, bei dem auf eine kostenintensive Trocknung des Klärschlamms verzichtet werden kann. Dem Klärschlamm wird das Wasser vielmehr durch chemische Dehydration entzogen.

Einer Medienmitteilung von AVA-CO2 zufolge wird die AVA cleanphos-Technologie derzeit in einer Pilotanlage in Karlsruhe erprobt. An dem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projekt sind als deutsche Partner die Universität Hohenheim und das Fraunhofer-Institut in Karlsruhe beteiligt. hs

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