Ausgaben für Forschung legen weiter zu

28. Mai 2021 09:59

Bern - Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in der Schweiz haben 2019 deutlich über dem OECD-Durchschnitt gelegen. Laut Berechnungen des Bundesamts für Statistik beliefen sie sich auf 22,9 Milliarden Franken. Damit stiegen sie seit 2017 jährlich um durchschnittlich 4,3 Prozent.

Im Jahr 2019 wurden laut einer Erhebung des Bundesamts für Statistik in der Schweiz 22,9 Milliarden Franken für Forschung und Entwicklung (F+E) aufgewendet. Davon entfielen 68 Prozent oder 15,5 Milliarden Franken auf die Privatwirtschaft. Nachdem der Sektor des F+E-Hauptakteurs zwischen 2015 und 2017 nahezu ein Nullwachstum verzeichnet hatte (+ 0,6 Prozent), konnte er wieder um 4,6 Prozent zulegen. Damit lag er leicht über dem nationalen Durchschnitt. 

Die Hochschulen tätigten 29 Prozent der Schweizer Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Das entspricht 6,6 Milliarden Franken. Gegenüber 2017 entspricht das einem jährlichen Wachstum von 3,1 Prozent.

Im Verhältnis zum Bruttoinlandprodukt (BIP) blieben die Ausgaben für F+E 2019 hoch. Sie beliefen sich auf 3,15 Prozent, bei einem BIP-Wachstum von 1,1 Prozent. Im Jahr 2017 lag die F+E-Intensität noch bei 3,03 Prozent (BIP-Wachstum: 1,6 Prozent). Der Durchschnitt in den OECD-Ländern lag 2019 bei 2,38 Prozent.

Der Staat, also Bund und Kantone, gab 2019 insgesamt 6,3 Milliarden Franken für F+E aus. Davon flossen 85 Prozent an die Hochschulen. 2019 waren in der Schweiz rund 133'000 Personen in F+E tätig. Der Frauenanteil lag bei 36 Prozent. Dementsprechend blieb dieser gegenüber 2017 unverändert. mm

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