Ausfuhr von Kriegsmaterial nimmt zu

26. Februar 2019 14:02

Bern - Schweizer Firmen haben im Vorjahr Kriegsmaterial im Wert von 509,9 Millionen Franken ausgeführt. Dies entspricht einer Steigerung um 14 Prozent zum Vorjahr. Die gesamte Warenausfuhr aus der Schweiz ist lediglich um 3 Prozent gestiegen.

Kriegsmaterial hatte 2018 einen Anteil an der gesamten Warenausfuhr aus der Schweiz von 0,17 Prozent, heisst es in einer Medienmitteilung des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO). Der Anstieg von 446,8 Millionen Franken beim Umfang des ausgeführten Kriegsmaterials im Jahr 2017 auf 509,9 Millionen Franken im vergangenen Jahr wird damit begründet, dass erstmals auch der Reparaturverkehr und temporäre Ausfuhren mitberücksichtigt worden sind. Bei den Bewilligungen zu „besonderen militärischen Gütern“ hat es hingegen einen Rückgang gegeben. 2017 wurden diese noch zu einem Wert von 71 Millionen Franken ausgeführt, 2018 waren es nur noch 25 Millionen Franken.

Die grössten Lieferungen des Vorjahres waren gepanzerte Radfahrzeuge für 59 Millionen Franken nach Dänemark, beziehungsweise für 22,5 Millionen Franken nach Rumänien. Nach Kontinenten aufgeteilt wurden 75,6 Prozent der Waren nach Europa geliefert, 2017 waren es noch 49,8 Prozent. Der grösste Rückgang ist bei Asien (von 28,5 Prozent auf 11,6 Prozent) und Afrika (von 7,3 Prozent auf 0,2 Prozent zu verzeichnen). Bei den Ländern ist Deutschland mit einem Umfang von 118 Millionen Franken der grösste Abnehmer von Schweizer Kriegsmaterial, vor Dänemark (73,5 Millionen Franken) und den USA (51,9 Millionen Franken). Hinsichtlich der Kategorien des Kriegsmaterials stellen Munition und Munitionsbestandteile mit 34 Prozent den grössten Anteil.

Rund 80 Prozent des ausgeführten Materials wurden an 25 Länder geliefert, „die allen vier internationalen Exportkontrollregimen für die Kontrolle strategisch sensibler Güter angehören“. Im Vorjahr hatte dieser Anteil noch 53 Prozent betragen. jh

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