Ausbau der Erneuerbaren muss beschleunigt werden

21. November 2019 12:18

Bern - Die Senkung des Energieverbrauchs pro Kopf entspricht weitgehend der Energiestrategie 2050. Der Zubau der erneuerbaren Energien dagegen muss beschleunigt werden. Das zeigt der zweite Monitoringbericht des Bundesamtes für Energie.

Die Schweiz hat 2018 insgesamt 3877 Gigawattstunden Strom aus erneuerbaren Energien ohne die Wasserkraft erzeugt. Das entspricht einem Anteil von 6,1 Prozent der gesamten Nettostromerzeugung, heisst es im zweiten Monitoringbericht des Bundesamtes für Energie (BFE) zur Umsetzung der Energiestrategie 2050. Damit ist die Schweiz auf Kurs, im Jahr 2020 insgesamt 4400 Gigawattstunden zu erzeugen, wie es die Energiestrategie 2050 als Richtwert vorsieht. 

Der Zubau lag seit 2011 im Schnitt bei 309 Gigawattstunden im Jahr. Wenn der Richtwert für 2035 in Höhe von 11.400 Gigawattstunden erreicht werden soll, braucht es einen durchschnittlichen Nettozuwachs von 443 Gigawattstunden pro Jahr. Die Photovoltaik hat den Löwenanteil zum Zuwachs beigetragen. Sie liefert inzwischen 50,1 Prozent des Stromes aus erneuerbaren Energien, wenn die Wasserkraft ausgeschlossen wird.

Der Zubau der Wasserkraft ist dagegen auf Kurs. Sie lieferte im Basisjahr 2011 insgesamt 35.354 Gigawattstunden Strom, 2018 waren es bereits 35.986 Gigawattstunden. Damit waren 30,9 Prozent des bis 2035 vorgesehenen Zuwachses auf 37.400 Gigawattstunden erreicht.

Auch der Energieverbrauch pro Kopf sinkt wie vorgesehen. Dieser sollte bis 2020 um 16 Prozent im Vergleich zum Jahr 2000 sinken, 2018 war er um 18,8 Prozent gesunken. Dazu hat namentlich die Umstellung von Heizöl auf Erdgas und andere Wärmequellen beigetragen. Bis 2035 soll der Endenergieverbrauch pro Kopf um 43 Prozent im Vergleich zu 2000 sinken.

Der Stromverbrauch pro Kopf soll bis 2020 im Vergleich zu 2000 um 3 Prozent sinken, 2018 waren es bereits 6,9 Prozent. Bis 2035 soll er um 13 Prozent im Vergleich zu 2000 sinken. stk

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