Innen Material aus Plastikabfällen, aussen eine glatte Oberfläche: Die Platten von UpBoards sind für Wandbilder ebenso geeignet wie für mobile Häuser. Bild: UpBoards

Aus Abfall werden Kunststoffplatten

13. Dezember 2019 13:08

Gränichen AG - Das Aargauer Jungunternehmen UpBoards stellt nachhaltige Recyclingplatten aus Kunststoffabfällen her. In einer Pilotphase sind die Platten bereits in sechs Märkten von Coop Bau und Hobby erhältlich. Im ersten Quartal 2020 will UpBoards den schweizweiten Markt erobern.

Die aus Kunststoffabfällen hergestellten Platten lassen sich wie Holzplatten zu verschiedenen Zwecken verwenden und bearbeiten, erläutert die UpBoards GmbH in einer Mitteilung. Das Ende letzten Jahres gegründete Jungunternehmen aus Gränichen ist Teil der BOXS AG und in der Bewegung für eine Kreislaufwirtschaft, Circular Economy Switzerland, engagiert.

Für die aus drei Schichten bestehenden nachhaltigen Recyclingplatten verwendet das Unternehmen ausschliesslich Kunststoffabfall. Die beiden Deckschichten bestehen dabei aus wiederverwendetem PS oder PE, der dazwischenliegende Wabenkern wird aus Kunststoffabfall gefertigt, der ansonsten nur noch in der Müllverbrennung landen könnte. Auf die Verwendung von sortenreinem Kunststoff für die Herstellung der Platten verzichtet UpBoards bewusst, um diese Materialien in geschlossenen Kreisläufen zu belassen.

Platten in den Grössen 1200 x 600 Millimeter und 600 x 600 Millimeter werden nun in einer ersten Pilotphase in sechs Märkten von Coop Bau und Hobby angeboten. Ein schweizweiter Roll-out ist für das erste Quartal 2020 angedacht. Auf dem Internetportal von UpBoards stellt das Unternehmen eine Reihe von Anwendungsmöglichkeiten im Innen- und Aussenbereich vor. Vom 21. bis zum 23. Januar wird das Jungunternehmen zudem auf der Messe der Kreislaufwirtschaft, SHIFT Switzerland, in Luzern vertreten sein. hs

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