Asset Management bleibt Pfeiler des Finanzplatzes

19. August 2019 15:19

Rotkreuz ZG/Basel - Die Schweizer Asset Management-Branche verwaltet 2,161 Milliarden Franken und beschäftigt 9900 Angestellte, zeigt eine Studie. Damit zählt die Branche zu den wichtigen Pfeilern des Finanzplatzes Schweiz. Nachhaltige und spezialisierte Anlagen gelten als Chancen.

Das Institut für Finanzdienstleistungen Zug (IFZ) der Hochschule Luzern (HSLU) und die Asset Management Plattform Schweiz mit Sitz in Basel haben zum zweiten Mal die Asset Management-Branche untersucht. Laut einer HSLU-Mitteilung hat die Branche laut der Studie 2018 Vermögen in Höhe von 2,161 Milliarden Franken verwaltet. Der leichte Rückgang von 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr spiegle die starke Korrektur an den globalen Aktienmärkten. Davon werden rund 70 Prozent aktiv und 30 Prozent passiv verwaltet.

Die Branche beschäftigt 9900 Mitarbeitende direkt – das sind 3 Prozent mehr als im Vorjahr - und 45.600 indirekt. „Der Schweizer Finanzplatz ist eine der grössten und dynamischsten Asset-Management-Zentren in Europa“, wird Lorenz Arnet, CEO der Asset Management Plattform, in der Mitteilung zitiert. „In der Schweiz ansässige Asset-Management-Firmen spielen eine wichtige Finanzierungsrolle, indem sie Spargelder in die Realwirtschaft lenken. Damit schaffen sie Arbeitsplätze und stärken die Wirtschaft.“

Die Studie macht die grössten Chancen für die Branche in der Produktspezialisierung und in nachhaltigen Anlagen aus. Schweizer Asset Manager setzten dabei derzeit „eher auf eine Spezialisierung mit klar definierten Kernkompetenzen“, wird HSLU-Ökonom und Mitautor Jürg Fausch in der Mitteilung zitiert. 

Die Branche sieht die hohe Zahl an Regulierungen als Herausforderung an. Rund 70 Prozent der Befragten meinen, dass die Regulierungskosten höher sind als der Regulierungsnutzen. stk

Aktuelles im Firmenwiki