Asphalt-Reparatur ohne Baustellen

22. April 2016 13:29

Dübendorf ZH - Ein Doktorand der Eidgenössische Materialforschungs- und Prüfungsanstalt Empa hat ein Verfahren entwickelt, um brüchigen Asphalt vor Ort mit Nanopartikeln aufzubereiten. Das soll Kosten und Staus vermeiden helfen.

Der Doktorand Etienne Jeoffroy aus der Empa-Abteilung Road Engineering mischt bei seinem Verfahren, dass laut einer Mitteilung den Strassenbau revolutionieren könnte, dem Strassenbelag Eisenoxid-Nanopartikel bei. Werden sie einem Magnetfeld ausgesetzt, erwärmen sie sich. Damit wird das umgebende Bitumen verflüssigt. Risse im Asphalt können so geschlossen werden, bevor sie auch nur fürs blosse Auge sichtbar werden, wie die Eidgenössische Materialforschungs- und Prüfungsanstalt Empa in einer Medienmitteilung erläutert.

Das Verfahren hat den Vorteil, dass Strassen mit alterndem Asphalt lediglich noch von einem Spezialfahrzeug befahren werden müsste, um Mikrorisse zu schliessen. Der Strassenbelag würde nach Angaben der Empa auf diese Weise deutlich länger halten als bisher. Allerdings ist Jeoffroys Methode derzeit noch zu teuer, um sie flächendeckend anwenden zu können. Der Doktorand hat aber bereits eine billigere Alternative zu der Beimischung von Eisenoxid-Partikeln im Auge. Bis zur Anerkennung seines Patents, die etwa ein Jahr in Anspruch nehme, will Jeoffroy gemäss Empa an der Markttauglichkeit seines Verfahrens arbeiten. eg


Mehr zu Forschung und Entwicklung

Aktuelles im Firmenwiki