Aryzta erwartet eine holprige Erholung

11. August 2020 15:12

Schlieren ZH - Das Juli-Handelsgeschäft des Backwarenherstellers Aryzta hat sich erwartungsgemäss von dem Tiefstand der vergangenen Monate weiter nach oben verbessert. Die Liquiditätsposition sei sogar besser als erwartet, teilt Aryzta mit.

Der international in 23 Ländern tätige Hersteller von Tiefkühl- und Convenience-Backwaren Aryzta meldet im Juli erste positive Trends, wenn auch weiterhin negative Zahlen. Der Abwärtstrend in den Verkaufszahlen ist laut einer Medienmitteilung des angeschlagenen Konzerns zumindest stark abgebremst worden. Der Umsatzeinbruch vom April mit damals 49 Prozent minus und Mai (-36 Prozent) stellte sich Ende Juli nur noch auf 18 Prozent. Das stehe im Einklang mit den Erwartungen. Besser als erwartet habe sich die Liquidität entwickelt. Per 31. Juli verfügte der Backwarenkonzern über flüssige Mittel von 415 Millionen Euro verglichen mit 370 Millionen Euro per 25. Juni. Man gehe davon aus, dass die Gruppe das Jahr mit einer insgesamt guten Liquiditätsposition abschliessen werde, heisst es in der Aryzta-Mitteilung. Man erwarte „eine holprige Erholung“. Die Aktie legte aufgrund dieser Nachrichten am Montag und Dienstag zu und verteuerte sich am Dienstagmittag im SIX-Handel um 13,7 Prozent auf 0,673 Franken.

Die Geschäftsbereiche der Gruppe sind in Food Europe, Food North America und Food Rest of World gegliedert. In dem Juli-Bericht wird die neue Lage aufgrund der Corona-Auswirkungen in Europa und Nordamerika beleuchtet. In Europa seien die meisten Volkswirtschaften wieder auf dem Weg aus der Krise, aber es gebe Besorgnis über eine zweite Welle von Beschränkungen bei höheren Infektionszahlen, stellt Aryzta fest. Zwar verbesserten sich die Umsätze im Einzelhandel allmählich, während der Foodservice immer noch deutlich rückläufig sei. In Nordamerika stiegen zwar die Verkaufszahlen. Allerdings sei die Situation nicht stabil, weil einige Staaten und Grossstädte schon aufgehobene Beschränkungen wieder einführten. In der übrigen Welt sei, wie vor allem in den USA, das Gaststättengewerbe nach wie vor negativ. In Japan und Australien wachse die Besorgnis über die Auswirkungen einer zweiten Infektionswelle. gba  

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