Arbeitsvermittlungen sind parat für Stellenmeldepflicht

Mit der Stellenmeldepflicht soll der Inländervorrang umgesetzt werden, wie er vom Volk durch die Annahme der Massenzuwanderungsinitiative 2014 beschlossen worden ist. Sie sieht vor, dass offene Stellen bei Berufsarten mit einer Arbeitslosigkeit von über 8 Prozent gemeldet werden müssen. Die Meldung kann über das Internetportal arbeit.swiss per email, telefonisch oder persönlich bei den Regionalen Arbeitsvermittlungen erfolgen. Diese seien parat, heisst es in einer Mitteilung des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO). Die Stellen sind dann nach der Meldung während fünf Arbeitstagen ausschliesslich den RAV-Mitarbeitenden sowie denjenigen Stellensuchenden zugänglich, die bei den RAVs gemeldet sind.

Derzeit sind laut einer Liste des SECO knapp 20 Berufsarten von der Meldepflicht betroffen, die 310.491 Erwerbstätige umfassen. Davon sind 33.934 Personen arbeitslos, eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 10,9 Prozent. Die höchste Quote weisen die Betonbauer und Zementierer mit 17,1 Prozent auf; das entspricht 633 Arbeitslosen. Das Küchenpersonal bildet die Gruppe mit den meisten Arbeitslosen: 5958 Arbeitslose entsprechen einer Quote von 8,4 Prozent in dieser Branche. stk