Arbeitslosigkeit steigt weiter an

09. September 2020 12:34

Bern - Die Zahl der Arbeitslosen ist im August im Monatsvergleich leicht von 3,2 auf 3,3 Prozent gestiegen. Im Jahresvergleich stieg die Arbeitslosigkeit allerdings um 51,8 Prozent, die Jugendarbeitslosigkeit sogar um 54,8 Prozent. Die Kurzarbeit war im Juni hingegen deutlich niedriger als noch im Mai.

Die Pandemie hält den Arbeitsmarkt weiter im Griff. Den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) zufolge ist die Zahl der Arbeitslosen im August gegenüber dem Vormonat um 2241 auf 151'111 Personen gestiegen. Im Jahresvergleich legte die Arbeitslosigkeit um 51'559 Personen oder 51,8 Prozent zu. Die Arbeitslosenquote lag mit 3,3 Prozent um 0,1 Prozentpunkte über dem Wert vom Juli.

Bei der Jugendarbeitslosigkeit wurde im August ein Anstieg gegenüber dem Vormonat um 2446 Personen oder 13,7 Prozent registriert. Insgesamt waren im Berichtsmonat 20'341 junge Menschen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren arbeitslos. Im Vergleich zum August 2019 legte die Jugendarbeitslosigkeit um 7199 Personen oder 54,8 Prozent zu.

Die Zahl der Stellensuchenden fiel im August mit 237'215 Personen um 1453 Personen höher als im Juli aus. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden 67'366 Personen oder 39,7 Prozent mehr Stellensuchende gezählt. Den Stellensuchenden standen im Berichtsmonat bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) 35'052 gemeldete offene Stellen gegenüber.

Nach den gleichzeitig veröffentlichten Zahlen zur Kurzarbeit hatten im Juni 57'583 Betriebe Kurzarbeit gemeldet. Davon betroffen waren 488'312 Beschäftigte. Im Mai hatten 109'988 Betriebe für insgesamt 890'890 Mitarbeiter Kurzarbeit in Anspruch genommen. Die ausgefallenen Arbeitsstunden gingen gleichzeitig um 51,0 Prozent auf 28'374'970 Stunden zurück. Im Juni 2019 hatte die Kurzarbeit in 84 Betrieben mit 1507 betroffenen Mitarbeitern zum Ausfall von 59'550 Arbeitsstunden geführt. hs

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