Arbeitslosigkeit steigt weiter

09. Juni 2020 12:22

Bern - Nach einem drastischen Anstieg im April hat die Zahl der Arbeitslosen auch im Mai im Jahresvergleich deutlich zugelegt. Besonders stark waren erneut junge Arbeitnehmer betroffen. Die Arbeitslosenquote legte gegenüber dem April um 0,1 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent zu.

Den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) zufolge ist die Zahl der Arbeitslosen im Mai gegenüber dem Vormonat um 2585 auf 155'998 Personen gestiegen. Die Arbeitslosenquote legte damit gegenüber dem April um 0,1 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent zu. Im Vergleich zum Mai 2019 fiel die Zahl der Arbeitslosen um 53,9 Prozent oder 54'628 Personen höher aus.

Bei der Jugendarbeitslosigkeit wurde im Mai ein Anstieg gegenüber dem Vormonat um 567 Personen oder 3,3 Prozent registriert. Insgesamt waren im Berichtsmonat 17'758 junge Menschen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren arbeitslos. Im Vergleich zum Mai 2019 legte die Jugendarbeitslosigkeit um 7709 Personen oder 76,7 Prozent zu.

Die Zahl der Stellensuchenden fiel im Mai mit 232'982 um 1786 Personen höher als im Vormonat aus. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden 56'854 Stellensuchende oder 32,3 Prozent mehr Stellensuchende gezählt. Den Stellensuchenden standen im Berichtsmonat bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldete 16'701 offene Stellen gegenüber.

Nach den gleichzeitig veröffentlichten Zahlen zur Kurzarbeit im März hatten 97'432 Betriebe Kurzarbeit gemeldet. Davon betroffen waren 782'436 Beschäftigte. Im Februar hatten nur 227 Betriebe für insgesamt 4048 Mitarbeiter Kurzarbeit in Anspruch genommen. Die ausgefallenen Arbeitsstunden stiegen gleichzeitig um 36'477'125 auf 36'675'038 Stunden an. Im März 2019 hatte die Kurzarbeit in 66 Betrieben mit 706 betroffenen Mitarbeitern zum Ausfall von 46'157 Arbeitsstunden geführt. hs

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