Arbeitslosenzahlen steigen im März

07. April 2020 12:15

Bern - Die Zahl der Arbeitslosen ist im März sowohl im Vergleich zum Vormonat als auch im Jahresvergleich gestiegen. Die Arbeitslosenquote erreichte 2,9 Prozent. Bei der zum vergangenen Jahresende schuldenfreien Arbeitslosenversicherung wird für 2020 mit erneuter Verschuldung gerechnet.

Den Erhebungen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) zufolge ist die Zahl der Arbeitslosen im März gegenüber dem Vormonat um 17'802 auf 135'624 Personen gestiegen. Die Arbeitslosenquote legte gegenüber dem Februar um 0,4 Prozentpunkte auf 2,9 Prozent zu. Im Vergleich zum Februar 2019 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 23'283 Personen oder 20,7 Prozent.

Bei der Jugendarbeitslosigkeit wurde im März ein Anstieg gegenüber dem Vormonat um 20,1  Prozent auf 14'556 junge Menschen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren registriert. Im Vergleich zum März 2019 legte die Jugendarbeitslosigkeit um 25,8 Prozent zu.

Nach den gleichzeitig veröffentlichten Zahlen zur Kurzarbeit im Januar hatten 178 Betriebe Kurzarbeit gemeldet. Davon betroffen waren 3717 Beschäftigte. Im Januar 2019 waren es 26 Betriebe und 438 Beschäftigte weniger gewesen. Die ausgefallenen Arbeitsstunden legten gleichzeitig um 22,4 Prozent auf 189'157 Stunden zu. Im Januar 2019 hatte die Kurzarbeit in 62 Betrieben mit 718 betroffenen Mitarbeitern zum Ausfall von 44'887 Arbeitsstunden geführt.

Die Arbeitslosenversicherung habe das vergangene Jahr mit einem Überschuss von 1,56 Milliarden Franken abgeschlossen, informiert das SECO in einer weiteren Mitteilung. Dabei war 2019 ein Gesamtertrag von 8,06 Milliarden Franken erwirtschaftet worden. Ihm hatten Gesamtaufwendungen von 6,50 Milliarden Franken gegenübergestanden. Aufgrund des Überschusses habe der Fonds per Jahresende vollständig entschuldet werden können, erläutert das SECO.

Für das laufende Jahr rechnet das SECO jedoch aufgrund der Coronavirus-Pandemie mit steigenden Aufwendungen, insbesondere für Kurzarbeitsentschädigung. Die Arbeitslosenversicherung werde 2020 daher „voraussichtlich mit einer erneuten substanziellen Verschuldung abschliessen“, heisst es in der Mitteilung. hs

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