Arbeitsgruppe will mehr Forschung zu 5G

28. November 2019 14:53

Bern - Die Arbeitsgruppe Mobilfunk und Strahlung des Bundes schlägt vor, die Forschung über die Gesundheitsfolgen des Mobilfunks der fünften Generation zu verstärken. Zudem soll die Bevölkerung besser informiert werden. Die Arbeitsgruppe konnte sich nicht auf eine Änderung der Grenzwerte einigen.

Die Auswirkungen der Strahlungen des Mobilfunks der fünften Generation auf die Gesundheit bleiben umstritten. Die gesundheitlichen Auswirkungen seien „noch nicht abschliessend geklärt“, schreibt das Bundesamt für Umwelt (BAFU) in einer Mitteilung zum Bericht der Arbeitsgruppe Mobilfunk und Strahlung. Es gebe zwar aus Wissenschaft und Praxis „unterschiedlich gut abgestützte Beobachtungen“ zu solchen Auswirkungen. Bisher seien aber „bei den heute verwendeten Mobilfunkfrequenzen unterhalb der Immissionsgrenzwerte der Verordnung über den Schutz vor Nichtionisierender Strahlung (NISV) … Gesundheitsauswirkungen nicht konsistent nachgewiesen worden“. 

Die Arbeitsgruppe empfiehlt daher, die Forschung zu intensivieren und das Monitoring zu den Auswirkungen der Strahlung weiterzuentwickeln. Ausserdem solle die Information der Bevölkerung verstärkt werden. Die Arbeitsgruppe schlägt auch vor, den Vollzug der NISV zu vereinfachen und zu harmonisieren.

Die Arbeitsgruppe konnte sich dagegen nicht darauf einigen, ob sie eine Anpassung der Strahlungsgrenzwerte empfehlen solle. Der Arbeitsgruppe gehörten Vertreter von Bund, Kantonen und Gemeinden, der Mobilfunkanbieter sowie Ärzte an.

Die Mobilfunkanbieter begrüssten den Bericht der Arbeitsgruppe. Dieser bestätige, dass der Einführung von 5G aus gesundheitlicher Sicht nichts entgegenstehe, schreib asut, der Schweizerische Verband der Telekommunikation, in einer Mitteilung. „Die Kantone und Gemeinden sind jetzt gehalten, die Bewilligungsverfahren gemäss den geltenden Empfehlungen ohne Verzug zu behandeln.“ Es brauche einen raschen Ausbau der Kapazität, um einen Datenstau zu vermeiden. stk

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