Araris Biotech nimmt 15,2 Millionen Franken ein

22. Oktober 2020 11:48

Zürich - Die Araris Biotech AG hat in einer Finanzierungsrunde 15,2 Millionen Franken eingenommen. Die Zürcher Jungfirma hat einen speziellen Klebstoff entwickelt, der bei Krebstherapien eingesetzt wird.

Araris Biotech hat sich in einer Finanzierungsrunde insgesamt 15,2 Millionen Franken gesichert, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Angeführt wurde die Runde von der Risikokapitalgesellschaft Pureos Bioventures. Ausserdem haben sich neben den bestehenden Investoren Redalpine, VI Partners und Schroder Adveq auch 4BIO Capital und btov Partners als neue Geldgeber beteiligt.

Araris Biotech wurde 2019 aus der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) und dem Paul Scherrer Institut (PSI) ausgegliedert. Das Unternehmen entwickelt einen speziellen Klebstoff (Linker), um Krebsmedikamente an tumorspezifische Antikörper zu binden. Dadurch können sogenannte Antikörper-​Wirkstoff-Konjugate (ADCs) hergestellt werden. „ADCs sind leistungsstarke Pharmazeutika, die hoch toxische oder potente Wirkstoffe gezielt an das gewünschte Gewebe abgeben, während gesunde Teile des menschlichen Körpers geschont werden“, erklärte Philipp Spycher, Mitgründer von Araris Biotech, in einem früheren Interview mit der ETH.

Spycher sieht die erfolgreiche Finanzierungsrunde als eine Bestätigung für die ADC-Klebstoff-Plattform sowie für potenzielle Krebsmedikamente, welche derzeit dank der Technologie entwickelt werden. Mit den frischen Mitteln sollen in erster Linie präklinische Tests vorangetrieben werden.

Mit der Investition wird auch der Verwaltungsrat des Unternehmens erweitert. Zu den neuen Mitgliedern gehören Dominik Escher von Pureos Bioventures, Dmitry Kuzmin von 4BIO Capital, Michael Sidler von Redalpine sowie Arnd Kaltofen von VI Partners. ssp

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