Antwerpen, München und Saragossa gewinnen EUROCITIES Awards

03. Dezember 2019 13:01

Prag - Die diesjährigen EUROCITIES Awards sind unter dem Motto „Cities at a Crossroad“ verliehen worden. Damit wurde einerseits der Bezug zur politischen Landschaft in der EU und andererseits zu Landschaften in den Städten selbst hergestellt.

Die EUROCITIES Awards 2019 sind in den drei üblichen Kategorien Kooperation, Innovation und Teilnahme vergeben worden. Antwerpen hat den Preis in der Kategorie Kooperation gewonnen. Dabei wurde ein Infrastrukturprojekt zur Vollendung einer ringförmigen Strasse ausgezeichnet, welches laut Cities Today 20 Jahre stillgestanden hatte. 2014 hat dann eine Gruppe aus Einwohnern, Architekten, Ingenieuren und Lehrern einen Vorschlag vorangetrieben, durch welchen letztlich die Mobilität gefördert, die Luftqualität verbessert und zusätzliche Grünflächen geschaffen wurden.

„Wir nehmen die Auszeichnung im Namen aller 520.000 Einwohner an“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Koen Kennis. „Allen voran, aber für die Antwerpener, die sich bei diesem beispiellosen Prozess eingebracht haben, um eine neue und strahlende Zukunft zu ermöglichen.“

München hat sich in der Kategorie Innovation mit einem Projekt zur Deeskalation bei Konflikten in öffentlichen Räumen durchgesetzt. Laut Cities Today nutzt die Stadt ein Budget von lediglich 200.000 Euro, damit Freiwillige Einwohner aus allen Schichten dafür trainieren, bei Problemen zu moderieren. Dabei kann es sich um Streitereien zwischen Nachbarn, Probleme im öffentlichen Raum, sozial benachteiligte Menschen in Parks und auf Strassen und um Angelegenheiten in Flüchtlingszufluchten handeln.

In der Kategorie Teilnahme hat Saragossa gewonnen. Dort ist aus einer ehemaligen Getreidemühle das erste Kulturzentrum Spaniens entstanden, welches gemeinsam von der Stadt und von Einwohnern geleitet wird. „Normalerweise werden öffentliche Einrichtungen von öffentlichen Vertretern oder durch Vereinbarungen mit privaten Firmen geleitet“, sagte Diego Garulo, Officer for Planning, New Projects and Community Culture for Zaragoza Cultural, gegenüber Cities Today. „Aber hierbei handelt es sich um das erste Mal, dass wir einen solchen Betrieb auf gleichberechtigter Basis mit der Nachbarschaft und der kulturellen Gemeinde der Stadt durchführen.“ es

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