Antikörper von Memo Therapeutics wirkt gegen neue Mutationen

17. Mai 2021 14:52

Schlieren ZH - Der von der Schlieremer Biotechfirma Memo Therapeutics entwickelte Antikörper MTX-COVAB wirkt gegen die Originalvariante sowie die britische und südafrikanische Mutation des COVID-19 erregenden Virus Sars-CoV-2. Jetzt wird er in die klinische Entwicklung überführt.

Das Schlieremer Biotechunternehmen Memo Therapeutics AG bereitet sein Präparat MTX-COVAB für die klinische Evaluierung vor. MTX-COVAB ist ein vollständig humaner, hochpotenter Antikörper, der aus klinisch ausgewählten rekonvaleszenten COVID-19-Spendern isoliert wurde. Er hat laut Medienmitteilung in bisherigen Untersuchungen sowohl gegen das ursprüngliche Virus als auch gegen die britische Variante (B.1.1.7) Wirksamkeit gezeigt. Sars-CoV-2 ist das Virus, das die Lungenkrankheit COVID-19 verursacht. Auch sind von Memo neue Antikörper mit neutralisierender Aktivität gegen die südafrikanische Variante (B.1.351) identifiziert worden. Damit ist MTX-COVAB bereit für die klinische Entwicklung bis zur klinisch einsetzbaren Therapie.

Memo Therapeutics arbeitet mit dem Serum Institute India und weiteren akademischen Partnern in Österreich, Brasilien und Südafrika zusammen. Dabei geht es um die Auswertung weiterer Proben von Corona-Patienten zur Identifizierung und Isolierung von zusätzlichen wirksamen Antikörpern gegen alle relevanten Varianten oder Mutationen. Dies kann in nur drei Wochen nach Erhalt der Blutprobe erreicht werden.

Christoph Esslinger, CSO und Mitgründer von Memo, macht in der Mitteilung darauf aufmerksam, dass „Impfstoffe nicht immer gegen alle Varianten wirksam sein werden“. Deshalb könnte die von Memo entwickelte Technologie, aktive Antikörper schnell zu identifizieren, eine zusätzliche Strategie gegen die Ausbreitung dieser mutierten Stämme darstellen. „Die Fähigkeit von Memo, in so kurzer Zeit potente Antikörper gegen COVID-Varianten zu entdecken, unterstreicht die Leistungsfähigkeit und breite Anwendbarkeit unserer Technologie“, wird Karsten Fischer, CEO der Memo Therapeutics AG, in der Mitteilung zitiert. Gemeinsam mit Kollegen in Indien, Österreich, Südafrika und Brasilien werde man an die praktische Anwendung gehen. 

Memo Therapeutics ist eine Ausgliederung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) mit Sitz im Bio-Technopark Schlieren-Zürich. gba 

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