Anteil der jungen Erwerbstätigen sinkt

08. Februar 2022 14:49

Neuenburg - Der Anteil junger Erwachsener an der Erwerbsbevölkerung ist in den vergangenen 30 Jahren stark zurückgegangen. Weiterhin ist die Zahl der befristeten Verträge bei jungen Erwerbstätigen gestiegen. Die Arbeitslosenquote in dieser Altersklasse lag 2020 weit unter dem EU-Durchschnitt.

Der Anteil junger Erwachsener im Alter von 15 bis 29 Jahren lag im Jahr 2020 bei 22 Prozent an der Erwerbsbevölkerung. Das ist deutlich weniger als 1991, heisst es in einer Medienmitteilung. Damals lag der Anteil noch bei 29,7 Prozent, hat das Bundesamt für Statistik in Neuenburg festgestellt. Weiterhin ist die Zahl der befristeten Verträge bei jungen Erwerbstätigen gestiegen. Die Arbeitslosenquote in dieser Altersklasse lag 2020 weit unter dem EU-Durchschnitt.

Hauptgrund für den niedrigeren Anteil junger Erwachsener am Arbeitsmarkt ist, dass die zwischen 1945 und 1964 Geborenen, die sogenannte Babyboomer-Generation, 2020 einen höheren Anteil ausmachten und in den älteren Altersklassen stärker als noch vor 30 Jahren vertreten ist. Auch ist der Anteil arbeitender Frauen ab 30 Jahren gestiegen. Ausserdem befinden sich junge Menschen heute länger in Ausbildung.

Weiterhin ist die Zahl der befristeten Arbeitsverhältnisse bei den jungen Erwerbstätigen gestiegen. Lag die Zahl der befristeten jungen Angestellten 1996 noch bei 17,6 Prozent, hatte 2020 bereits fast jeder dritte 15- bis 29-jährige Arbeitnehmende einen befristeten Arbeitsvertrag.

Junge Frauen arbeiteten 2020 deutlich häufiger in Teilzeit als junge Männer. 34,4 Prozent bei den Frauen zwischen 15 und 29 Jahren standen laut Medienmitteilung 18,6 Prozent bei den Männern gegenüber. Und zwar unabhängig davon, ob sie sich in Ausbildung befanden. Insgesamt arbeiten 26,2 Prozent der jungen Erwerbstätigen in Teilzeit.

Die Zahl der arbeitslosen jungen Erwachsenen lag 2020 deutlich unter dem EU-Durchschnitt, wie das Bundesamt für Statistik festgestellt hat. 6,9 Prozent der 15- bis 29-Jährigen waren im Jahr 2020 nicht erwerbstätig. In der Europäischen Union lag der Wert durchschnittlich weit darüber bei 13,2 Prozent. ko

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