Annaida erhält mehr Startkapital als erwartet

14. April 2020 10:35

Lausanne - Das Lausanner Start-up Annaida Technologies SA konnte bei einer Finanzierungsrunde sein Ziel von 1 Million Franken übertreffen. Die Anschubfinanzierung kommt seiner neuen Technologie zur Bewertung der Gesundheit von Embryonen für die assistierte Befruchtung zugute.

Annaida Technologies SA, eine Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL), hat bei einer Finanzierungsrunde Anschubkapital von mehr als 1 Million Franken eingenommen. Mithilfe seiner Schweizer Investoren konnte das Start-up sein Finanzierungsziel übertreffen. 

Angeführt wird die Seed-Finanzierung vom biowissenschaftlichen Inkubator Hemex AG mit Sitz in Basel. Ausserdem haben sich die Zürcher Kantonalbank, Fongit Seed Invest (FS) und Business Angels Switzerland (BAS) angeschlossen. Auch Privilège Ventures, Venture Kick und ein Angel Investor geben Startkapital. Das geht aus einer gleichlautenden Medienmitteilung von Annaida und Hemex hervor.

Das 2019 gegründete Biotechunternehmen Annaida verbessert mit seiner nicht-invasiven Technologie die Untersuchung von Embryonen, die durch Zeugung im Reagenzglas (In-Vitro-Fertilisation, IVF) entstanden sind. Die herkömmlichen Untersuchungen des Embryos mithilfe von Mikroskop oder Biopsie führten nur in 35 Prozent der Fälle zur Schwangerschaft. „Ärzte brauchen etwas Besseres“, heisst es in der Mitteilung.

Für ihre nicht-invasive, quantitative Screeningmethode (µNMR) hat Annaida ein Gerät entwickelt, das eine mikroskopische Kernspinresonanz (MRT) durchführt. Dieser speziell verkleinerte MRT-Scanner kann Gesundheit und Lebensfähigkeit von Embryonen analysieren, die nur ein Fünftel Millimeter gross sind. Dieser Scanner soll zehnmal bessere Resultate liefern. Er kann vor Ort eingesetzt werden und benötigt für seine Analyse rund eine Stunde.

Mit seinen 700'000 Befruchtungszyklen pro Jahr sei Europa der ideale Startpunkt für Annaidas Gerät, heisst es in der Mitteilung. Über die IVF hinaus könne das Gerät von Annaida auch weitere wertvolle Anwendungen in der biochemischen Forschung und Pharmakologie ermöglichen.

„Wir können uns glücklich schätzen, dass wir Investoren haben, die unsere Vision teilen und über die Unsicherheiten des heutigen Marktes hinausblicken“, wird CEO Gora Conley in der Mitteilung zitiert. mm

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