Anleger rechnen mit steigenden Immobilienpreisen

29. Oktober 2019 11:52

Zürich - Der von der KPMG jährlich erhobene Swiss Real Estate Sentiment Index ist im Vergleich zum Vorjahr drastisch gestiegen. Vor allem zentrale Lagen sind weiterhin hoch gefragt, für Immobilien in Mittelzentren werden erstmals seit zwei Jahren wieder steigende Preise prognostiziert.

Für den erstmals 2012 erhobenen Swiss Real Estate Sentiment Index (SRESI) werden Investoren und Bewerter am Schweizer Markt für Anlageimmobilien befragt, erläutert KPMG in einer Mitteilung. Den Ergebnissen des diesjährigen SRESI zufolge gehen die Befragten in den nächsten zwölf Monaten von steigenden Preisen auf dem Immobilienmarkt aus. Der entsprechende Index für die Preiserwartungen kletterte auf 41,3 Indexpunkte. Im Vorjahr hatte der Index mit minus 3,1 Punkten noch fallende Preise signalisiert.

„Die Akteure auf dem Immobilienanlagemarkt erwarten höhere Preisniveaus, weil alternative Investitionsmöglichkeiten aktuell kaum vorhanden sind“, wird Beat Seger, Partner und Immobilienexperte bei KPMG, in der Mitteilung zitiert. Ihr zufolge werden die stärksten Preissteigerungen in den Städten Zürich, Genf, Basel, Lausanne, Bern, Luzern und Zug erwartet. Für die Städte St.Gallen und Lugano sowie die Regionen Ostschweiz und Tessin rechnen die Befragten hingegen mit fallenden Immobilienpreisen.

Unter den verschiedenen Lageklassen weisen Immobilien in zentralen Lagen die höchste Preiserwartung auf. Hier stieg der entsprechende Index im Jahresvergleich von 61,7 auf 91,0 Punkte an. Für Lagen in Mittelzentren nehmen die Befragten erstmals seit zwei Jahren wieder steigende Preise an. Die Preise für Immobilien in peripheren Lagen hingegen werden den Einschätzungen der Experten zufolge wie bereits im vergangenen auch in diesem Jahr zurückgehen. hs

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