Andreas Schmid soll Verwaltungsratschef von Aryzta werden

13. August 2020 11:28

Schlieren ZH - Der international tätige Backwarenhersteller Aryzta plant für seine Generalversammlung im September einen Führungswechsel. Andreas G. Schmid soll Gary McGann an der Spitze des Verwaltungsrats ablösen.

Der künftige Präsident des Verwaltungsrats von Aryzta verfüge über langjährige operative und strategische Führungserfahrung an der Spitze führender internationaler Nahrungsmittel-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen, heisst es in der Medienmitteilung über die Nominierung von Andreas G. Schmid durch den Verwaltungsrat. Seine Wahl findet auf der ausserordentlichen Generalversammlung am 16. September statt. Er wird Nachfolger von Gary McGann, der als Präsident und Mitglied des Verwaltungsrates zurücktritt.

Andreas Schmid ist Schweizer Staatsbürger und gilt laut der Mitteilung als einer der angesehensten Wirtschaftsführer im Land. Aryzta führt seine wichtigsten Karriereschritte auf: CEO (1998 bis 2002), Präsident (1998 bis 2005) und später Vizepräsident (2005 bis 2014) von Kakao -und Schokoladeproduzent Barry Callebaut, Verwaltungsratspräsident des Reisekonzerns Kuoni (2002 bis 2006), Präsident des Flugverkehr-Caterers gategroup Holding (2009 bis 2016), Präsident des Verwaltungsrates von Davidoff International (2007 bis 2017) und Mitglied des Verwaltungsrates von Adecco. Als Präsident des Verwaltungsrates der Flughafen Zürich AG habe Schmid seit 2000 das Unternehmen durch die Krise nach dem Grounding der Swissair 2001 und durch die Finanzkrise 2008 geführt.

„Ich fühle mich geehrt, vom Verwaltungsrat als Präsident des Verwaltungsrates von ARYZTA nominiert zu werden. Ich bin mir des Gegenwinds bewusst, dem das Unternehmen derzeit ausgesetzt ist, aber ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ARYZTA-CEO Kevin Toland, seinem Management-Team und dem Verwaltungsrat, um diese Herausforderungen zu meistern“, wird Schmid in der Mitteilung zitiert.

Der durch die Corona-Krise bedingte Umsatzeinbruch vom April mit damals minus 49 Prozent und Mai (-36 Prozent) stellte sich Ende Juli nur noch auf 18 Prozent. Eine Trendwende, die den in 23 Ländern tätigen Hersteller von Tiefkühl- und Convenience-Backwaren „eine holprige Erholung“ des Geschäfts erwarten lässt. gba

Aktuelles im Firmenwiki