AMAG hält Umsatz in schwierigem Jahr

18. Januar 2019 14:45

Zürich - Die AMAG Gruppe hat 2018 einen Umsatz von 4,6 Milliarden Franken erzielt. Dieser blieb damit trotz eines Rückgangs des Marktanteils stabil. Das neue Innovationslabor ist gut gestartet.

2018 ist für die AMAG Gruppe ein herausforderndes Jahr gewesen. Der Autoimporteur war mit der Umstellung auf den neuen Prüfzyklus wie auch mit der Nachbesserung der Dieselmotoren EA189 konfrontiert. Darunter hat der Marktanteil der von AMAG importierten Marken gelitten, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt. VW hat noch einen Anteil von 11,0 Prozent, 0,5 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr. Skoda kommt auf 6,4 Prozent, 0,2 Prozentpunkte weniger, Audi liegt mit 6,1 Prozent 0,4 Prozentpunkte niedriger. Nur SEAT bleibt mit 3,8 Prozent stabil. Insgesamt bleiben die Marken der Gruppe mit 27,3 Prozent die Nummer eins im Schweizer Markt.

Der Umsatz konnte dagegen mit 4,6 Milliarden Franken stabil gehalten werden. Für CEO Morten Hannesbro ist das ein Erfolg. „Seit Mitte 2018 fuhren wir wegen des neuen Testzyklus ‚auf Sicht‘“, wird er in der Mitteilung zitiert. „Eine exakte Produktionsplanung war für uns und unsere Partner schwierig.“ Er sei aber sehr zuversichtlich, „dass wir 2019 wieder ein gutes Ergebnis haben werden“.

Das Unternehmen stellt sich auch dem Wandel des klassischen Automobilgeschäfts. Dazu gründete es Mitte 2018 das AMAG Innovation & Venture LAB in Zürich. Dieses solle „unabhängig und ohne Ablenkung vom Tagesgeschäft an neuen Themen“ arbeiten, so Hannesbro. Einige Ideen des LAB wurden bereits umgesetzt. So wurde das Angebot der Autoteile-Plattform sharoo um neue Produkte ergänzt und für kommerzielle Kunden geöffnet, das Projekt autoSense als Gemeinschaftsunternehmen mit der Swisscom gestartet und mit Postauto und SBB der Taxidienst Kolibri im Raum Brugg lanciert.

AMAG wird im Frühjahr die Vertretungen für Hyundai und Maserati aufgeben. stk

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