Alterung der Bevölkerung beeinflusst Wohlstand

18. November 2019 13:23

Bern - Demografische Effekte könnten die Wirtschaftsentwicklung der nächsten beiden Jahrzehnte negativ beeinflussen. Die zeigen Studien, die vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) in Auftrag gegeben wurden. Das SECO will mit Anreizen zur Erwerbsbeteiligung gegensteuern.

Um die Auswirkungen der Bevölkerungsalterung in der Schweiz zu untersuchen, hatte das SECO vier Studien in Auftrag gegeben, informiert das Staatssekretariat in einer Mitteilung zur Vorstellung der Studienergebnisse. In den Studien festgestellte wachstumshemmende Auswirkungen könnten durch gezielte Reformen „mittel- bis langfristig“ gemindert werden, heisst es dort weiter. In der Mitteilung werden hierbei insbesondere Anreize zur Erwerbsbeteiligung genannt. Den Analysten zufolge brächte eine Erhöhung der Erwerbsquoten von über 55-Jährigen sowie von Frauen die besten Ergebnisse.

„Die Effekte der Bevölkerungsalterung können mit einer höheren Erwerbsbeteiligung alleine jedoch nicht vollständig kompensiert werden“, schreibt das SECO. Entscheidend für die langfristige Entwicklung des Wohlstandsniveaus ist den Analysten zufolge daher die Entwicklung der Arbeitsproduktivität, die in der Wertschöpfung pro Arbeitsstunde gemessen wird.

In den Studien wird zudem auf mögliche Veränderungen in der inländischen und weltweiten Branchenstruktur eingegangen. Eine zunehmende Bevölkerungsalterung könnte ihnen zufolge positive Auswirkungen auf die Wertschöpfungsanteile im Gesundheitswesen und der Pharmabranche haben. „Die Mehrheit der Branchen dürfte jedoch nur in geringem Ausmass von der Bevölkerungsalterung betroffen sein“, heisst es in der Mitteilung. hs

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