Alpiqs Wasserkraft stösst auf Interesse

19. Mai 2016 14:17

Olten - Alpiq leitet laut einem Medienbericht nun das offizielle Bieterverfahren für seine Wasserkraft ein. Der Stromproduzent will einen Anteil von 49 Prozent verkaufen. Eigene Aktionäre, Energieversorger und Pensionskassen zeigen sich interessiert.

Alpiq hat 49 Prozent seines Wasserkraftportfolios zum Verkauf gestellt. Wie aus einem Bericht der „Handelszeitung“ hervorgeht, stösst das Angebot auf Interesse bei möglichen Investoren in der Schweiz. So haben die beiden Baselbieter Energieversorger Elektra Baselland und Elektra Birseck Münchenstein Interesse an einem Teil oder sogar der ganzen Beteiligung. Als Energieversorger können sie den Strom an die Kunden in ihrem Versorgungsmonopol zu Gestehungskosten verkaufen. Auch die Pensionskassen, die bereits über die IST-Anlagestiftung an der Übertragungsnetzbetreiberin Swissgrid beteiligt sind, denken über ein Angebot nach. Die Beratungsgesellschaft EY wiederum soll kleinere Investoren bündeln. Zu den Interessenten soll auch die Lausanner Grossaktionärin EOS gehören.

Alpiq hat das Bieterverfahren nun offiziell eingeleitet. Erste Interessenten erhalten bereits einen Einblick in die Zahlen. Das Unternehmen will den Verkauf bis Ende des Jahres über die Bühne bringen. Der Stromproduzent benötigt das Geld aus dem Verkauf, um seine Schulden abzubauen. Ende 2015 betrug die Nettoverschuldung des Unternehmens 1,299 Milliarden Franken. Das waren 33 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das Wasserkraftpaket könnte einen Wert von 480 Millionen Franken haben, wird Vontobel-Analyst Dominik Meyer in dem Bericht zitiert. stk

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