Alpiq soll dekotiert werden

29. Mai 2019 14:18

Lausanne - Die Credit Suisse-Tochter CSA hat ein Übernahmeangebot für die im Publikum zirkulierenden 12 Prozent der Anteile am Energiekonzern Alpiq vorgelegt. Zuvor hatten die EOS und Primeo den Anteil der französischen EDF gekauft. Nach Übernahme der Publikumsaktien soll Alpiq dekotiert werden.

Die Anlagegruppe der Credit Suisse Anlagestiftung, CSA Energie-Infrastruktur Schweiz (CSA), bietet den Alpiq-Aktionären 70 Franken pro Aktie, informiert der Lausanner Energiekonzern in einer Mitteilung. Zum selben Preis pro Aktie hatten die EOS Holding SA (EOS) und Primeo Energie aus dem Konsortium Schweizer Minderheitsaktionäre (KSM) den von der französischen Electricité de France (EDF) gehaltenen Alpiq-Anteil von 25,04 Prozent übernommen. Die bereits Anfang April angekündigte Transaktion war am Dienstag abgeschlossen worden. Der Kauf war dabei von der CSA über Pflichtwandeldarlehen finanziert worden, die bei Fälligkeit in Alpiq-Aktien umgewandelt werden sollen.

Nach der Übernahme des EDF-Anteils halten EOS und KSM zusammen 87,91 Prozent an Alpiq. Der Prospekt für das Übernahmeangebot für die im Publikum zirkulierenden restlichen 12,09 Prozent soll am 9. Juli veröffentlicht werden, informieren KSM, EOS und CSA in einer gemeinsamen Mitteilung. Das Angebot soll vom 24. Juli bis zum 9. Oktober gelten. Im Anschluss planen die drei zukünftigen Alleineigner, den Lausanner Energiekonzern von der Börse zu nehmen.

„Die neue Aktionärsstruktur ist ein solides Fundament für die weitere Entwicklung von Alpiq“, wird Alpiq-Verwaltungsratspräsident Jens Alder in der Mitteilung zitiert. Er sieht das öffentliche Übernahmeangebot „als logische Konsequenz zum Erwerb der Alpiq-Aktien von EDF“. Laut EOS-Generaldirektor Thierry Lainé dienen die Pläne dem Ziel, „Alpiq als starke Akteurin auf dem Schweizer Energiemarkt zu erhalten“.

Die Alpiq-Aktien gaben am Mittwoch an der Schweizer Börse SIX bis zum frühen Nachmittag um gut 2 Prozent auf 70 Franken nach. hs

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