Alpiq-Kleinaktionäre zögern mit Verkauf ihrer Anteile

13. September 2019 13:08

Lausanne - Die Credit Suisse-Tochter CSA, die EOS Holding und das Konsortium Schweizer Minderheitsaktionären halten nach Ende der Angebotsfrist 89,22 Prozent der Alpiq-Aktien. Das reicht noch nicht, um die restlichen Aktionäre mit einer Barabfindung aus der Firma zu drängen.

Die Credit Suisse-Tochter CSA Energie-Infrastruktur Schweiz (CSA) und das Konsortium Schweizer Minderheitsaktionäre sowie die EOS Holding wollen Alpiq vollständig übernehmen. Seit dem Beginn der öffentlichen Angebotsfrist am 25. Juli sind der CSA laut einer Mitteilung insgesamt 222.359 Alpiq-Aktien angedient worden. Insgesamt halten die drei Aktionäre damit 89,22 Prozent am Lausanner Energieunternehmen. Zu Beginn der Angebotsfrist waren es 88,4 Prozent gewesen.

Damit liegt der Anteil der drei übernahmewilligen Aktionäre unter den 90 Prozent, ab der sie eine Abfindungsfusion in Betracht ziehen. Dabei würden die verbliebenen Publikumsaktionäre mit einer Barabfindung entschädigt, die dem jetzt gebotenen Kaufpreis von 70 Franken pro Aktie entspricht. „Die Steuerfolgen bei einer Abfindungsfusion können für gewisse Aktionäre wesentlich ungünstiger sein als bei einer Annahme des Angebots“, warnen die drei Kernaktionäre in ihrer Mitteilung. 

Wenn sie nach Vollzug des Angebots sogar mehr als 98 Prozent hielten, wollen die Kernaktionäre die verbliebenen Aktien sogar ungültig erklären lassen. Vom 16. bis zum 27. September läuft nun noch eine Nachfrist.

Unabhängig von der künftigen Höhe ihres Anteils wollen die drei Kernaktionäre das Unternehmen nach Vollzug des Kaufangebots von der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange nehmen. Die Übernahme des Unternehmens soll am 9. Oktober abgeschlossen sein. stk​​​​​​​

 

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