Allianz sieht Nachholbedarf bei finanzieller Grundbildung

23. Februar 2017 12:41

Zürich - Um die finanzielle Grundbildung in Europa steht es schlecht, zeigt eine Studie des Versicherungsunternehmens Allianz. Die DACH-Region schneidet im insgesamt am besten ab. Die Schweiz belegt den dritten Platz, hat jedoch trotzdem noch Aufholbedarf.

Trotz Finanzkrise und rekordtiefen Zinsen hat sich das Finanzwissen und die Fähigkeit, kluge finanzielle Entscheidungen zu treffen, in Europa nicht wesentlich verbessert. Dies hält Allianz in einer Medienmitteilung zu seiner neuen Studie „Wann fällt der Groschen: Geld, finanzielle Grundbildung und die Risiken im digitalen Zeitalter“ fest. Dafür hat das Versicherungsunternehmen in zehn europäischen Ländern jeweils rund 1000 Personen befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Wissen um Finanzen und Risiken in Deutschland, Österreich und der Schweiz am höchsten ist. Am anderen Ende der Skala befinden sich Frankreich, Portugal und Italien.

Obwohl die Schweiz mit dem dritten Platz vergleichsweise gut rangiert, ist die finanzielle Grundbildung auch hier nicht ausreichend, heisst es. Etwa 60 Prozent der Schweizer Umfrageteilnehmer haben grundlegende Finanzfragen zu Themenbereichen wie Inflation, Zinsen und Vorsorgelücken richtig beantwortet. Nur etwa 17 Prozent der Befragten verstanden jedoch das Prinzip von Risiko richtig – beispielsweise bei der Diversifikation von Finanzanlagen. „Es ist Besorgnis erregend, dass nicht einmal jeder fünfte Schweizer umfassend über die Risiken informiert ist und die diesbezüglichen Fragen richtig beantworten konnte“, schreibt Allianz in der Mitteilung.

Laut Gregor Huber, Leiter Investment Management der Allianz Suisse, sollte die Finanzbildung bereits in der Schule beginnen, um im späteren Leben auf wichtige Finanzentscheide vorbereitet zu sein. „Wie lange ist mein Anlagehorizont, was für ein Risikotyp bin ich, stehen Einnahmen und Ausgaben in einem vernünftigen Verhältnis? Finanzielles Grundwissen ist zentral, um diese Zusammenhänge zu verstehen und für sich persönlich die richtigen Antworten zu finden“, erklärt er. ssp 

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