Acronis warnt vor Cyberrisiken für KMU

13. August 2021 12:01

Schaffhausen - Acronis weist in seinem Bericht über Cyberbedrohungen zur Jahresmitte 2021 auf die steigende Bedrohung von KMU durch Cyberangriffe hin. Das im Cyberschutz weltweit tätige Unternehmen hält dies in der zweiten Jahreshälfte für eines der grossen Sicherheitsrisiken.

Für den Cyberschutz-Spezialisten Acronis wird bei der Betrachtung von Cyberangriffen den KMU zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Obwohl KMU wegen ihrer Grösse eigentlich keine lohnenden Angriffsziele sein sollten, seien sie doch durch Angriffe auf Lieferketten und Ransomware-Gruppen zunehmend gefährdet, heisst es in einer Medienmitteilung. Für sein aktuelles Update zur Jahresmitte, dem Acronis Cyberthreats Mid-Year 2021 Report, hat das in Schaffhausen ansässige Unternehmen Angriffs- und Bedrohungsdaten seines globalen Netzwerks ausgewertet. Die verwendeten Malware-Daten seien im Zeitraum von Januar bis Juni 2021 weltweit von mehr als 250'000 Endpunkten gesammelt worden, die mit Acronis Cyber Protect-Produkten ausgestattet sind.

„Anders als Grossunternehmen fehlen KMU meistens die erforderlichen Geldmittel, Ressourcen oder eigenen Experten, um die Bedrohungen selbst abzuwehren“, wird Candid Wüest, Vice President Cyber Protection Research bei Acronis, in der Mitteilung zitiert. „Deshalb wenden sie sich an entsprechende Service Provider. Wenn diese jedoch selbst kompromittiert werden, sind die KMU den Angreifern regelrecht ausgeliefert.“ Die erpressten Beträge könnten für viele KMU sogar das Ende bedeuten, heisst es dort weiter. Dementsprechend sehe Acronis dies als eines der grossen Sicherheitsrisiken für die zweite Jahreshälfte an.

Zudem spricht der Bericht von einer Zunahme der Phishing-Angriffe zwischen dem ersten und zweiten Quartal 2021 um 62 Prozent. Bei der Abschöpfung von Daten geht Acronis für die zweite Jahreshälfte von einem Anstieg um 70 Prozent aus. Zunehmend seien Remote-Mitarbeitende eines der Hauptziele der Angreifer. Acronis habe hier weltweit mehr als doppelt so viele Cyberattacken beobachten können. Dabei seien sogenannte Brute-Force-Angriffe per RDP auf Remote-Maschinen sogar um 300 Prozent angestiegen. mm

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