ACM Biosciences wird für COVID-19-Impfstoff gefördert

27. Mai 2021 12:38

Basel - Innosuisse, die Schweizer Agentur für Innovationsförderung, fördert die Basler Biotechnologiefirma ACM Biosciences mit einem Zuschuss. Dieser ist für die Entwicklung eines stabilen mRNA-COVID-19-Impfstoffs gedacht.

ACM Biosciences und Steve Pascolo werden gemeinsam von Innosuisse für die Entwicklung eines stabilen mRNA-COVID-19-Impfstoffs gefördert, wie aus einer Medienmitteilung des Basler Biotechunternehmens hervorgeht. Pascolo ist Principal Investigator am Universitätsspital Zürich (USZ) und Mitgründer der deutsch-niederländischen CureVac, die auf mRNA-Forschung spezialisiert ist. Durch den Zuschuss von Innosuisse wollen ACM Biosciences und Pascolo einen neuartigen Impfstoff entwickeln, der über verbesserte Eigenschaften hinsichtlich Lagerungstemperatur, Logistik und Flexibilität verfügt.

Damit würde sich der neue Impfstoff von bisherigen mRNA-Impfstoffen unterscheiden, die instabil sind und komplexe Kühllösungen erfordern. ACM Biosciences will dazu künstliche Zellmembranen nutzen, die mit einer Nanotechnologie-Plattform entwickelt worden sind und auf nicht-immunogenen Polymersomen als Träger basieren. „Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit Dr. Steve Pascolo und die Unterstützung von Innosuisse, um die Polymersomen für die mRNA-Verabreichung zu validieren“, wird Peter Moran in der Mitteilung zitiert, CEO von ACM Biosciences.

Sein Unternehmen ist erst im September 2020 gegründet worden und konnte bereits im April 2021 eine Finanzierungsrunde erfolgreich abschliessen. Es nutzt eine Technologie, die von ACM Biolabs aus Singapur entwickelt und von ACM Biosciences lizenziert wurde. „Ein Polymersom-Träger hätte eine einfachere Struktur als ein Lipid-Nanopartikelträger, welcher der derzeitige Standard für mRNA-Impfstoffe ist“, heisst es von Pascolo. „Daraus könnten sich klare Vorteile ergeben, wie z.B. eine höhere Stabilität mit einfacherer Lagerung und Handhabung, eine kostengünstigere Produktion und die Möglichkeit einer globalen Versorgung auch in Gebieten mit schlechter Infrastruktur.“ jh

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