Abwärtstrend bei Zinsentwicklung verlangsamt sich

Die im Sommer 2015 begonnene Talfahrt der Zinsen für Festhypotheken setzt sich verlangsamt fort. Sie liegen mittlerweile durchschnittlich bei 1,5 Prozent, vor drei Monaten hatten sie noch 1,6 Prozent betragen. Per Jahresbeginn waren es 1,9 Prozent gewesen. Die Zahlen sind der Medienmitteilung zum aktuellen Hypotheken-Barometer des Vergleichsdienstes comparis.ch entnommen.

Die Richtzinsen für zehnjährige Festhypotheken liegen derzeit bei 1,5 Prozent, das sind 0,1 Prozent weniger als am Ende des ersten Quartals 2016. Um die gleiche Spanne sind auch die Richtzinsen für Festhypotheken mit fünfjähriger Laufzeit gesunken, allerdings von 1,2 auf 1,1 Prozent. Für einjährige Hypotheken zahlt man dagegen unverändert 1,1 Prozent Zinsen. Ausschlaggebend für die tiefen Zinserwartungen ist die Entscheidung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) am negativen Leitzins von -0,75 Prozent festzuhalten.

Marc Parmetier ist skeptisch, ob sich die beobachtete Verlangsamung des Abwärtstrends fortsetzten wird. „Es bleibt aber abzuwarten, wie sich die Lage an den Märkten mittelfristig nach dem Brexit entwickelt, wird der Banken-Experte von comparis.ch in der Mitteilung zitiert. „Kurzfristig hat dies zu keinen grossen Verwerfungen geführt.“

Die sinkenden Zinsen haben die Nachfrage innerhalb der Hypotheken verschoben. Der Anteil der Hypotheken mit zehnjähriger Laufzeit stieg im zweiten Quartal von 80 auf 82 Prozent. Demgegenüber sank der Anteil der Fünfjährigen von 18 auf 16, der der Hypotheken mit einjähriger Laufzeit von 2,4 auf 1,8 Prozent. hs