ABB will in China wachsen

05. Dezember 2018 09:37

Zürich - China könnte in den kommenden drei Jahren zum grössten Absatzmarkt von ABB werden, sagt CEO Ulrich Spiesshofer. Der Konzern will insbesondere seine Robotiksparte in China vorantreiben und von der Lokalisierung profitieren.

ABB-CEO Ulrich Spiesshofer sieht grosse Chancen für sein Unternehmen in China. „China könnte in den nächsten drei Jahren ABBs grösster Absatzmarkt werden und damit die USA ablösen“, sagt er in einem Interview mit dem „Handelsblatt“. Der Zürcher Technologiekonzern will insbesondere vom Ausbau seiner Robotiksparte profitieren. Im Jahr 2017 wurde laut Spiesshofer weltweit fast jeder dritte Roboter nach China verkauft.

Bereits 2005 hat ABB seine Robotikzentrale nach China verlagert. Heute beschäftigt das Unternehmen 18.000 Mitarbeiter in China – davon 2000 im Bereich Forschung und Entwicklung. Im Oktober hat ABB eine Investition von 150 Millionen Dollar in den Bau einer Roboterfabrik in Schanghai angekündigt. Zudem hat der Konzern im November ein Innovations- und Forschungszentrum in Xiamen im Wert von 300 Millionen Dollar eingeweiht.

„Peking honoriert die Tatsache, dass wir komplett und auch sehr früh lokalisiert haben“, so Spiesshofer weiter. ABB müsse sich daher nicht wie manche andere Unternehmen über den fehlenden Marktzugang beschweren. „In China ist ABB kein Importunternehmen, sondern ein lokales, chinesisches Unternehmen mit globalen Wurzeln“, so Spiesshofer.

Neben dem Robotikmarkt dürfte auch die hohe Nachfrage bei der Stromversorgung in China die Entwicklung von ABB im chinesischen Markt vorantreiben, erklärt der ABB-Chef. Ausserdem müssten Gebäude, Städte und Elektrofahrzeuge elektrifiziert werden. ssp

Aktuelles im Firmenwiki