ABB will Bereich E-mobility an die Börse bringen

07. Dezember 2021 11:05

Zürich - Der Technologiekonzern ABB hat sein Ziel für das mittelfristige Umsatzwachstum leicht nach oben korrigiert. Das Unternehmen erwartet für 2022 eine positive Marktdynamik. Im ersten Halbjahr will es seinen Geschäftsbereich E-mobility an die Börse bringen.

Der Zürcher Technologiekonzern ABB hat seine Zielvorgabe für das Umsatzwachstum von vormals 3 bis 5 auf 4 bis 7 Prozent angehoben. Ausserdem visiert ABB eine Marge für den operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Firmenwert-Abschreibungen (Ebita) von mindestens 15 Prozent ab 2023 an, heisst es in einer Medienmitteilung. Diese hatte der Konzern für Elektrifizierung und Automatisierung zunächst mit 13 bis 16 Prozent beziffert.

Optimistisch stimmen die Konzernleitung insbesondere langfristige Trends wie die Dekarbonisierung der Wirtschaft sowie eine erhöhte Nachfrage nach Automatisierung in der Industrie. Auch von der steigenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen werde ABB profitieren. ABB ist laut Medienmitteilung führend im Bereich Ladelösungen für E-Autos, E-Busse und E-Lastwagen sowie Bahninfrastruktur.

Mit seiner Ladesäulen-Tochter E-mobility wolle ABB voraussichtlich im ersten Halbjahr 2022 an die Börse gehen. An dem künftigen börsenkotierten Unternehmen wolle ABB die Mehrheitsbeteiligung behalten.

„Die Auftragssituation ist weiterhin robust und wir erwarten eine positive Marktdynamik im Geschäftsjahr 2022“, wird CEO Björn Rosengren in der Medienmitteilung zitiert. Er präsentierte den Ausblick auf die nächsten Jahre zusammen mit anderen Mitgliedern der Konzernleitung auf einer Investorenveranstaltung am 7. Dezember 2021.

Das Unternehmen müsse weiterhin Störungen in der Lieferkette bewältigen. Diese würden Kundenlieferungen vermutlich noch im vierten Quartal dieses Jahres und mindestens auch zu Beginn des neuen Jahres beeinflussen.

Rund 60 Prozent der Geschäftsbereiche von ABB befinden sich aktuell auf Wachstumskurs. Laut Medienmitteilung streben die Divisionen sowohl organisches Wachstum als auch Übernahmen an. Die Konzernleitung geht von „fünf oder mehr kleinen bis mittleren Akquisitionen jährlich“ aus.

Veräussert habe ABB im November die Division Dodge. Für den Sommer 2022 sei der Ausstieg aus der Division für Prozessautomation Turbocharging angedacht. Weiterhin wolle das Unternehmen Cashflow generieren, indem es die Division für Elektrifizierung, Power Conversion, verkauft. ko

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