ABB testet Brennstoffzellen für Schiffe

06. November 2018 14:01

Zürich/Trondheim - ABB und die norwegische Forschungseinrichtung SINTEF Ocean testen den Einsatz von Brennstoffzellen als Hauptantrieb für Schiffe. Dabei geht es auch darum, wie der dafür nötige Wasserstoff auf den Schiffen gelagert werden soll. 

Der hohe Verbrauch fossiler Treibstoffe in der Schifffahrt gerät zunehmend in den Blick der Aufsichtsbehörden. So hat sich Norwegen zum Ziel gesetzt, die Schifffahrt in seinen Fjorden bis 2026 CO2-neutral zu machen. ABB testet nun zusammen mit dem Forschungsinstitut SINTEF Ocean im norwegischen Trondheim den Einsatz von Brennstoffzellen als Hauptantrieb für Schiffe. Dabei werden im Labor des Instituts Zellen mit einer Leistung von 30 Kilowatt getestet, welche Antriebssysteme im Megawattbereich modellieren sollen, heisst es in einer Mitteilung von SINTEF. Dabei kommt auch eine Software von ABB zum Einsatz. 

In den Tests wird unter anderem untersucht, wie die Brennstoffzellen optimal mit den Batterien verbunden werden, aber auch, wie der Wasserstoff, mit dem die Zellen betrieben werden, auf dem Schiff sicher gelagert werden kann. Im Labor in Trondheim sollen auch diejenigen Probleme der praktischen Anwendung der Technologie gefunden werden, deren Lösung auf hoher See teuer würde. „Wir suchen nach entscheidenden und praktischen Lösungen, um die Brennstoffzellentechnologie für den Hauptantrieb zu nutzen“, wird Kristoffer Dönnestad in der Mitteilung zitiert, Entwicklungsingenieur von ABB Marine & Ports in Trondheim.

Der Brennstoffzellenantrieb soll künftig auch für die Schifffahrt auf hoher See genutzt werden können. Wenn der Wasserstoff mit erneuerbarer Energie hergestellt wird, dann könnte die gesamte für die Schifffahrt nötige Energie sauber erzeugt werden, erwartet Jostein Bogen, Produktmanager Energiespeicherung und Brennstoffzellen bei ABB Marine & Ports. Das sei bereits vor 2050 machbar. stk

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