ABB stösst defizitäre Solarwechselrichtersparte ab

09. Juli 2019 13:47

Zürich - ABB hat einen Käufer für seine Solarwechselrichtersparte gefunden. Das italienische Unternehmen FIMER wird das Geschäft inklusive aller Verpflichtungen übernehmen.

Der Verkauf des Solarwechselrichtergeschäfts werde es ABB ermöglichen, das eigene Geschäftsportfolio „konsequent auf andere Wachstumsmärkte auszurichten“, schreibt der Zürcher Technologiekonzern in der entsprechenden Mitteilung. ABB erwartet, dass sich der Abstoss des defizitären Geschäftsbereichs „mit etwas mehr als 50 Basispunkten positiv auf die operative EBITA-Marge des Geschäftsbereichs Elektrifizierung auswirken wird“. Vom Solargeschäft insgesamt verabschiedet sich ABB nicht. „Mit unserem intelligenten Angebot im Nieder- und Mittelspannungsbereich werden wir die Solarenergie weiter in zahlreiche smarte Lösungen integrieren, darunter intelligente Gebäude, Energiespeicher und Ladestationen für Elektrofahrzeuge“, erläutert Tarak Mehta, Leiter des Geschäftsbereichs Elektrifizierung von ABB, in der Mitteilung.

Der Verkauf der Solarwechselrichtersparte schliesst die Übernahme aller Garantieverpflichtungen durch FIMER ein. Dafür werde ABB das italienische Unternehmen entschädigen, informiert der Technologiekonzern. ABB rechnet mit Transaktionskosten von rund 430 Millionen Dollar und einer entsprechenden Belastung des Halbjahresergebnisses 2019. Im zweiten Halbjahr 2019 werden zudem Separations- und Abwicklungskosten von bis zu 40 Millionen Dollar anfallen. hs

Aktuelles im Firmenwiki