ABB erhält Grossauftrag von Fincantieri

19. November 2020 12:08

Zürich - ABB wird fünf neue Kreuzfahrtschiffe des italienischen Schiffbauers Fincantieri mit seinem Azipod-Elektroantrieb ausstatten. Der Wert dieses Auftrags beläuft sich auf rund 150 Millionen Dollar.

Elektroantriebe sollen die Seefahrt ökologischer machen. Deshalb hat der weltweit grösste Schiffsbaukonzern Fincantieri mit Sitz in Triest bei ABB zehn elektrische Azipod-Antriebe bestellt. Sie werden in fünf neue Kreuzfahrtschiffe verbaut und sollen zwischen 2023 und 2026 vom Stapel laufen. Der Auftragswert liegt laut einer Medienmitteilung bei insgesamt rund 150 Millionen Dollar.

Jedes dieser Schiffe wird von zwei Azipod-Einheiten angetrieben werden. Das entspricht einer Leistung von zusammen 178 Megawatt oder 238'700 PS. Grössere und stärkere Azipod-Antriebe habe Fincantieri nie zuvor installiert.

„Wir freuen uns darauf, diese Weltklasse-Schiffe in Zusammenarbeit mit Fincantieri auf den für die umweltfreundliche Kreuzfahrt richtigen Kurs zu bringen“, wird Juha Koskela, Leiter der Division Marine & Ports von ABB, in der Mitteilung zitiert. Passagiere wollten heute nachhaltig reisen. ABB werde Fincantieri bei der Umsetzung seiner Umweltziele unterstützen.

Fincantieri arbeite schon seit zwei Jahrzehnten mit ABB zusammen, betont Luigi Matarazzo, General Manager Merchant Ships Division beim italienischen Schiffbauer. Die Lösungen von ABB hätten über die Jahre für deutliche Fortschritte gesorgt.

Insgesamt würden heute über 100 Kreuzfahrtschiffe mit Azipod-Technologie angetrieben, so ABB. Sie sei bei Kreuzfahrtschiffen zum Industriestandard geworden. Seit ihrer Einführung vor drei Jahrzehnten hätten Azipod-Antriebe allein in diesem Segment über 900'000 Tonnen Kraftstoff eingespart. ABB liefert auch das komplette integrierte Stromversorgungssystem für jedes Schiff. Diese Kombination erhöhe die Effizienz und senke die Emissionen. mm

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