A. W. de Vigier-Stiftung zeichnet Start-ups aus

11. Juni 2020 11:41

Zürich - Am Mittwoch hat die W. A. de Vigier-Stiftung die diesjährigen Gewinner ihrer Förderpreise gekürt. Es ist der älteste und höchstdotierte Schweizer Wettbewerb für Start-ups. Vier der fünf Sieger sind Jungunternehmen mit Cleantech-Lösungen.

Die Jury der W. A. de Vigier-Stiftung hat am Mittwoch ihre diesjährigen Förderpreise für Start-ups verliehen. „Unsere Stiftung unterstützt junge Unternehmer, die Innovationen mit hohem gesellschaftlichem Wert entwickeln“, wird die Geschäftsführerin der Stiftung, Regula Buob, in einer Medienmitteilung zitiert. Die fünf Förderpreise sind jeweils mit 100'000 Franken dotiert. Damit ist dieser Preis nicht nur der älteste Schweizer Förderpreis für Start-ups, sondern auch der am höchsten dotierte. Unter den fünf ausgezeichneten Unternehmen sind vier Cleantech-Unternehmen.

Während wir mit einer globalen Pandemie ringen, stünden wir mit dem Klimawandel vor einer noch viel grösseren Herausforderung, so Buob weiter. „Unsere Generation hat dringende Umweltprobleme zu lösen, dies zeigt sich in der besonders hohen Zahl von Cleantech-Start-ups unter den diesjährigen Bewerbungen und Gewinnern.“ Sie hätten das Potenzial, den Wiederaufbau der Schweizer Wirtschaft nach der Corona-Krise umweltfreundlich zu gestalten.

So wandelt etwa die Bloom Biorenewables AG aus Marly FR Holz und landwirtschaftliche Abfälle in erneuerbare Materialen um, die Erdöl vollständig ersetzen. Das Unternehmen ist eine Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL). Die EH Group Enginerring AG aus Prangins VD hat eine Technologie entwickelt, die die Kraft des Wasserstoffs auf kompakte und zuverlässige Weise zu niedrigen Kosten und mit minimalen Anfangsinvestitionen nutzbar macht.

Auch die beiden ausgezeichneten Zürcher Cleantech-Start-ups, FenX und Oxara, sind Ausgründungen einer Schweizer Universität, nämlich der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Die FenX AG verwandelt Industrieabfall in einen porösen Schaum, der sich zur Gebäudeisolation eignet. Im Gegensatz zu anderen nachhaltigen Dämmstoffen ist dieser nicht brennbar und günstig herzustellen. Die Oxara AG erzeugt aus Aushubmüll nachhaltige Baustoffe. Das spart der Bauindustrie Millionen an Deponiekosten. Gleichzeitig versorgt es sie mit genügend nachhaltigem Baumaterial. 

Das einzige Gewinner-Start-up, das nicht aus der Cleantech-Branche kommt, ist die Zürcher Microcaps AG. Sie entwickelte eine patentierte Technologie, die Mikrokapseln in Medikamenten, Duftstoffen und Probiotika so steuern, dass sich alle genau gleich verhalten. So kann das Freisetzungsprofil eines Wirkstoffs exakt bestimmt werden. 

Die Preisverleihung wurde live aus den Studios von CNN Money Switzerland übertragen und ist als Video abrufbar. mm

Mehr zu Nachhaltigkeit

Aktuelles im Firmenwiki