99-Prozent-Initiative würde KMU treffen

13. Februar 2020 13:20

Zürich - Die 99-Prozent-Initiative der Jungsozialisten schafft noch mehr Unsicherheit für Unternehmen, warnt economiesuisse. Laut dem Verband würde die Initiative vor allem KMU und Familienunternehmen schaden.

Aufgrund der Unternehmenssteuerreform in der Schweiz sowie zahlreichen Steuerinitiativen der OECD auf internationaler Ebene bewegt sich die Steuerlandschaft bereits stark. Von der Umwälzung sind auch KMU indirekt betroffen. Nun könnten sie aber auch weiter unter Druck geraten. Von der 99-Prozent-Initiative der Jungsozialisten (Juso), über welche das Parlament im April berät, wären sie nämlich direkt betroffen, schreibt economiesuisse in einem Artikel. Die Initiative will Kapitalgewinne, Zinsen und Dividenden über einem bestimmten Schwellenwert im Umfang von 150 Prozent besteuern. Die Mehrerträge der Initiative sollen unter anderem für Steuerermässigungen für tiefe und mittlere Einkommen gelten.

Economiesuisse kritisiert einerseits die höhere Besteuerung von Vermögen. Aufgrund der kantonalen Vermögenssteuer würden Vermögen in der Schweiz im OECD-Vergleich bereits überdurchschnittlich hoch besteuert. Besonders gravierend wäre die Annahme der Initiative laut des Verbands aber für KMU und für Familienunternehmen. „Zur Begleichung ihrer exzessiv hohen Steuerrechnungen wären sie fortlaufend gezwungen, ihre Unternehmen zu entleeren“, so der Verband. Dadurch würden auch Zukunftsinvestitionen erschwert. Economiesuisse weist in dieser Hinsicht darauf hin, dass über 80 Prozent der Unternehmen in der Schweiz Familienunternehmen sind. ssp

 

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