Die DAC-Technologie Generation 3 basiert auf neuartig strukturierten Sorptionsmitteln in würfelförmigen Modulen. Bild: Climeworks

Climeworks verdoppelt Kapazität für direkte Luftabscheidung

06 Juni 2024 14:28

Partner

ZHK

Zürich - Climeworks hat beim 5. Carbon Removal Summit in Zürich die neueste Generation seiner Techno­logie zur direkten Abscheidung von CO2 aus der Luft vorgestellt. Die Generation 3 verdoppelt die Kapazität pro Modul, halbiert den Energieverbrauch, hält dreimal länger und senkt die Kosten um 50 Prozent.

Climeworks stösst mit der jüngsten Version seiner Technologie zur direkten Abscheidung von CO2 aus der Luft (Direct Air Capture, DAC) in neue Kapazitätsdimensionen vor. Auf dem 5. Carbon Removal Summit in Zürich am 4. und 5. Juni hat Climeworks die DAC-Generation 3 vorgestellt. „Diese Entwicklung basiert auf realen Daten aus der Praxis und ermöglicht den Ausbau der Abscheidungskapazitäten auf Megatonnen“, wird Mitgründer und Co-CEO Jan Wurzbacher in einer Mitteilung zitiert.

Die Technologie und das Design der Generation 3 wurden den Angaben zufolge im Juni 2024 in der grössten DAC-Testanlage der Schweiz in Basel zum ersten Mal im grossen Massstab eingesetzt. Diese Tests haben den von Climeworks 180-Personen-starkem Forschungs- und Entwicklungsteam erwarteten Durchbruch bei Effizienz und Leistung bestätigt.

Demnach verdoppelt die Generation 3 die CO2-Abscheidekapazität pro Modul, halbiert den Energieverbrauch, verlängert die Materiallebensdauer und senkt die Kosten um 50 Prozent. Sie verwendet neuartige Sorptionsmaterialien, die den Oberflächenkontakt mit CO2 erhöhen. Das Kollektorkonzept wurde auf schlanke modulare Würfel umgestellt. Sie messen jeweils 26 mal 26 Meter und sind 22,5 Meter hoch.

Das vom US-Energieministerium finanzierte Project Cypress DAC Hub im US-Bundesstaat Louisiana wird die erste Anlage sein, in der diese neue Technologiegeneration im Megatonnenbereich zum Einsatz kommt. Baubeginn ist 2026. Darüber hinaus ist Climeworks an zwei weiteren Vorschlägen für Megatonnen-Anlagen in den USA beteiligt und entwickelt aktiv Projekte in Norwegen, Kenia und Kanada sowie weitere Standorte auf dem Weg zur Gigatonnen-Kapazität. ce/mm

Meinungen

Ältere Ausgaben